Sa, 20. Jänner 2018

Zwei Täter in Haft

07.07.2017 06:51

Menschenhändler zwangen Frau (23) zu Sex am Strich

Mit falschen Versprechungen nach Innsbruck gelockt, mit Gewalt gefügig gemacht und auf den Strich geschickt: Brutal ging ein bulgarisch-türkischer Menschenhändlerring gegen eine 23-jährige Bulgarin vor. Ob es weitere Opfer gibt, wird noch ermittelt. Einer der möglichen Täter ist flüchtig, zwei sind in Haft.

Es war ein Martyrium, das die 23-jährige Frau in Innsbruck ertragen musste: Sie wurde von einem Menschenhändlerring unter Vorspiegelung falscher Tatsache in Bulgarien angeworben, nach Innsbruck gelockt und zur Prostitution gezwungen.

Mit Schlägen gefügig gemacht

"Als sich das Opfer anfänglich weigerte, als Prostituierte am Straßenstrich zu arbeiten, wurde es massiv unter Druck gesetzt, bedroht und geschlagen", berichtet Ermittler Christoph Hundertpfund, stv. Leiter des LKA. Drei Monate musste sie für ihre Peiniger anschaffen und mehrere Tausend Euro an Bargeld an sie abliefern. "Anfang Mai gelang ihr schließlich die Flucht und sie erstattete Anzeigen", schildert Hundertpfund.

Drei  Täter verhaftet, einer flüchtig

Hausdurchsuchungen und umfangreiche Ermittlungen waren die Folge. Dabei wurden drei Beschuldigte festgenommen, belastendes Material und geringe Mengen Suchtgift sichergestellt.

Verdächtiger wieder auf freiem Fuß

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich eine Frau (24) und einen Mann (35) aus Bulgarien sowie um zwei Türken, 38 und 57 Jahre alt.  Der jüngere ist flüchtig, der ältere wurde auf Befehl der Staatsanwaltschaft enthaftet. Das bulgarische Pärchen sitzt in U-Haft.

Transvestit (20) als Opfer

Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass auch ein Transvestit (20) nach Innsbruck gelockt wurde, wo ihm entgegen der Versprechungen der gesamte Schandlohn abgenommen wurde. Ob es weitere Opfer gibt, ist noch unklar. Die Ermittlungen laufen weiter.

Philipp Neuner, Kronenzeitung

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