Do, 14. Dezember 2017

Bergbahn Kitzbühel

21.06.2017 15:24

Wieder Rekord - "aber Grenze ist in Sicht"

Sieben Rekordsommer in Folge - und der jüngste Winter war der achte mit Pluszahlen für die Bergbahn-Kitzbühel! "Wir haben zur 90. Hauptversammlung wieder ein Traumergebnis", jubelte Bergbahnchef Josef Burger vor der Presse. Trotz weiterem "Investitions-Feuerwerk" ist klar, dass Grenzen absehbar sind.

Erfolg haben auch andere Bergbahnen - aber wenige können auf fast ein Jahrzehnt mit Rekorden ensuite verweisen. "Wir konnten zuletzt die Gästeanzahl um 5,1 Prozent steigern, während sie in Österreich um 0,2 Prozent und in Tirol um 0,4 Prozent rückläufig war", so Burger. Seit 2008/09 hat man im Winter um fast ein Drittel Gäste mehr. Das schlägt sich auch im Gewinn vor Steuern nieder, der im Geschäftsjahr 2015/16 um 15,3 Prozent auf 5,87 Millionen Euro stieg. Zum vergangenen Winter gibt es noch keine Bilanzzahlen, doch trotz "grüner Weihnachten" liegt man erneut mit rund 400.000 Beförderungen im Plus.

Zahl der Skifahrer fiel erneut um Millionen

Das alles passiert vor einem Hintergrund, der die Seilbahnbranche nachdenklich stimmen muss. Denn die weltweiten "Skier-Days" gingen in den vergangenen Jahren stark zurück. Zuletzt um fast zehn Millionen auf etwa 318 Millionen. "Im Winter können wir daher nur zulegen, wenn wir Marktanteile gewinnen", weiß Burger. Zuwächse seien daher "nicht ewig in dieser Größe" möglich. Kämpferischer Nachsatz: "Wir haben den Blinker weiter draußen und probieren es."

Weitere Fragezeichen sind der Klimawandel ("wir sind kein Verfechter, aber die Extreme nehmen zu") und die politisch unberechenbaren Zeiten.

"Nicht größer werden, aber immer besser"

Die Bergbahn will nicht mit Vergrößerung reagieren - etwa indem man eine Fusion mit der Ski-Welt anstrebt -, sondern mit noch mehr Qualität.

Andreas Moser, Kronen Zeitung

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