Di, 12. Dezember 2017

Was bewegt

02.06.2017 09:21

Tausend Antworten auf die sechs Fragen

Diskussion bei "Stiegl". Politiker auf der Bühne. Bisher größte Befragung. Rund 70.000 Haushalte.

Bis zum letzten Platz gefüllt trotz der sommerlichen Temperaturen war der historische Keller der Stiegl-Brauwelt am Donnerstagabend. Kein Wunder, Hunderte Salzburger nutzten die Chance, um mit Spitzenpolitikern aller Parteien über die drängenden Fragen in der Stadt zu diskutieren. Historisch waren auch die Ergebnisse der großen "Krone"-Umfrage, die Moderator Erwin Josef Himmelbauer zum Einstieg verkündete.

An rund 70.000 Haushalte waren in den vergangenen Wochen Fragebogen verschickt worden (die Ergebnisse präsentieren wir auf der nächsten Doppelseite). Eine Befragung in dieser Dimension ist bislang einzigartig in Salzburg.

Entsprechend groß war auch das Interesse, die Ergebnisse live mit Politikern zu diskutieren. "Wo drückt der Schuh", richtete Moderator Himmelbauer immer wieder das Wort ans Publikum und das zeigte keine Scheu vor Klartext.

Bei "Tempo 80" gingen die Wogen hoch
Während das Auftakt-Thema Verkehr geprägt war von Lösungsvorschlägen - von "Es braucht einen dichteren Takt ins Umland" bis zu "Die Busse blockieren sich nur noch gegenseitig" -, kam die Diskussion beim Luft-80er richtig in Fahrt.

Den Beifall des Abends kassierte dabei eine Besucherin, die selbst nahe der Autobahn wohnt, aber rein gar nichts von der Maßnahme hält: "Der 80er ist auch für mich als Anrainerin und als Frau verzichtbar", konterte sie einen Sager von Bürgerlisten-GR Ingeborg Haller, wonach es eher Männer wären, die gerne Gas geben.

Ähnlich emotional diskutierten die Besucher auch das Bettelverbot. Ein Taxi-Lenker wusste etwa zu berichten, dass Bettler am Bahnhof teilweise mit Hunderten Euro am Tag aussteigen. Eine Dame aus Lehen erklärte, dass in ihrem Stadtteil von "stillem" Betteln keine Rede sein kann. Und eine weitere Besucherin schilderte Eindrücke von ihren Rumänien-Reisen. "Die Hilfe muss in den jeweiligen Herkunftsländern ansetzen", forderte sie und erntete viel Applaus. Insgesamt drei Stunden wurde leidenschaftlich diskutiert - den Abend ließen die Besucher schließlich mit einem kühlen Bier ausklingen. Wohl verdient, nach einer heißen Diskussion.

Kronen Zeitung

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