Di, 21. November 2017

Strafe verdoppelt

26.05.2017 11:04

Auf Flugzeug-WC geraucht: Jetzt 9,5 Jahre Haft

Weil er sich auf der Flugzeugtoilette eine Zigarette angezündet und damit fast eine Notlandung ausgelöst hätte sowie 200 Passagiere in Gefahr gebracht hat, muss ein 46 Jahre alter Brite für mehr als neun Jahre ins Gefängnis. Ein Berufungsgericht in Birmingham erhöhte ein erstes Urteil von viereinhalb Jahren Haft um weitere fünf Jahre.

Der 46-jährige John Cox hatte vor und während des Flugs von Birmingham nach Sharm El-Sheikh in Ägypten im Jahr 2015 getrunken und schließlich auf der Flugzeugtoilette geraucht. Mit der Zigarette verursachte er einen Brand im Mistkübel, weil er den Stummel, ohne ihn richtig auszudämpfen, zu den Papierhandtüchern geworfen hatte.

Die Besatzung schaffte es zunächst nicht, das Feuer zu löschen, und informierte den Kapitän des Monarch-Airbus. 160 Kilometer vor der Küste Ägyptens habe der Pilot den Tower in Sharm El-Sheikh über den Notfall informiert und begonnen, alles für eine Notlandung vorzubereiten.

Da zufällig ein erfahrener Feuerwehrmann unter den 200 Passagieren war, der half, den Brand zu löschen, konnte der Flug fortgesetzt und alle an Bord sicher nach Sharm El-Sheikh gebracht werden.

Pilot: "Noch nie eine dermaßen gefährliche Situation"
Der Brite war zunächst zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden, die Staatsanwaltschaft schätzte die Strafe aber als zu mild ein. Dem folgte nun auch das Berufungsgericht, das die Haftstrafe um fünf Jahre erhöhte. Der Pilot hatte in dem Verfahren erklärt, in seiner 20-jährigen Karriere noch keine dermaßen gefährliche Situation erlebt zu haben.

Laut Gericht sei so ein rücksichtsloses und gefährdendes Verhalten aber gar nicht typisch für Cox gewesen. Es sei vielmehr so weit gekommen, weil der 46-Jährige mit dem Tod seiner Mutter und seiner Scheidung nicht fertigwurde.

 krone.at
Redaktion
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