Mi, 13. Dezember 2017

500 km weit geflogen

22.05.2017 07:09

Kim freut sich über "perfekten" Raketenstart

Nordkorea hat bestätigt, erneut einen "perfekten" Raketentest durchgeführt zu haben. Machthaber Kim Jong Un habe den Befehl gegeben, das einsatzbereite Waffensystem aufzustellen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Montag. Nach Angaben der USA und des Nachbarlandes Südkorea handelte es sich um eine Mittelstreckenrakete, die etwa 500 Kilometer weit flog. Die Rakete soll schwerer aufzuspüren sein, bis sie einschlägt.

UNO-Resolutionen verbieten Nordkorea den Test ballistischer Raketen. Erst am 13. Mai hatte das Land zu Testzwecken eine Mittelstreckenrakete in Richtung offenes Meer abgefeuert und damit die internationale Gemeinschaft erneut herausgefordert.

Dabei hatte es sich nach eigenen Angaben um eine Rakete des Typs Hwasong-12 gehandelt, die einen atomaren Sprengkopf tragen und US-Gebiet treffen könne. Sie sei fast 800 Kilometer weit geflogen und habe eine Höhe von mehr als 2100 Kilometern erreicht - was ausländische Experten als die Rakete mit der längsten Reichweite bezeichneten, die das abgeschottete Land jemals getestet hat.

Rakete im Osten ins Meer gestürzt
Die nun abgefeuerte Rakete sei vom Typ Pukguksong-2 gewesen und etwa 500 Kilometer weit geflogen. Sie sei nach Osten abgefeuert worden und ins Meer gestürzt. Dem japanischen Kabinettsminister Yoshihide Suga zufolge landete sie außerhalb der Wirtschaftszone des Landes. Bei der Regierung in Pjöngjang sei scharfer Protest eingelegt worden. Eine Rakete des gleichen Typs hatte Nordkorea bereits im Februar abgefeuert.

Der südkoreanische Staatschef Moon Jae In berief am Sonntag laut der Nachrichtenagentur Yonhap eine Dringlichkeitssitzung des Nationalen Sicherheitsrats ein. Der erst kürzlich angetretene Präsident setzt auf eine diplomatische Lösung des Konflikts mit dem stalinistisch geführten Nachbarn, mit dem seit Jahrzehnten nur ein Waffenstillstand, aber kein Friedensvertrag existiert.

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