Sa, 18. November 2017

„Liebe alle Genres“

13.05.2017 20:09

Norman Reinhardt in zwei konträren Rollen:

Den Tony in der ’West Side Story’ gab er 2016 bei den Festspielen - heuer singt er in Georg Friedrich Händels ’Ariodante’ den Lurcanio, Premiere zu Pfingsten, und ist auch in Rossinis ’La donna del lago’ als Rodrigo di Dhu dabei: Tenor Norman Reinhardt über seine Präsenz in allen Genres und über Cecilia Bartoli.

Gibt es eigentlich Gemeinsamkeiten  bei  Ihren beiden Salzburger Rollen?

Gemeinsames liegt   in den  Charakteren: Beide sind Soldaten,  Kämpfer, loyal und sehr tapfer. In einem Fall bis in den Tod.

Sie haben eine extreme stimmliche Bandbreite, was singen Sie am liebsten?

Ich habe kein absolutes Lieblings-Genre, ich liebe sie alle, sehe mir den Kontext aber immer  genau an. Größe des Orchesters und des Konzerthauses, welche Kollegen sind dabei? Wenn das, was  sich  für mich ergibt,  nicht passt, dann  mache ich das Stück nicht - egal welche Stilrichtung.

Sie arbeiten zum zweiten Mal mit Sängerin Cecilia Bartoli zusammen, wie war Ihre erste Begegnung mit der Künstlerischen Leiterin der Pfingstfestspiele?

Sie ist für mich eine  große Inspiration, sie besitzt eine außergewöhnliche Offenheit und Großzügigkeit. Als Kollegin  besitzt sie die Fähigkeit,  eine  Atmosphäre zu schaffen, die allen die Möglichkeit gibt, das Beste in sich aufzuspüren und zu geben. Es ist viel mehr als ein Privileg und Freude,  mit ihr zusammen  zu arbeiten.

Sie  haben auch schon mit Ariodante-Regisseur Christoph Loy gearbeitet?

Ich mache das sehr gerne, er ist auf eine Weise konzentriert, die seine Präsenz und die gemeinsame Arbeit ausgesprochen angenehm  macht. Aus dieser Gemeinsamkeit wird der kreative Prozess zu Herausforderung und Genuss.

2016 gaben Sie  Ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen, was bedeutet es Ihnen hier zu singen?

Wow! Salzburg ist ein Ort, wo ich arbeiten wollte, von dem ich geträumt habe als ich  noch jünger war.

Werden Sie sich selber auch andere Produktionen der Festspiele ansehen?

So viele  ich kann, wenn die Zeit reicht - von Konzerten bis zu Opern

Roland Ruess, Kronen Zeitung

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