Di, 17. Oktober 2017

"Wie im Krieg"

26.04.2017 10:44

Mann schießt im Streit um Stallarbeit auf Bruder

Bei der Stallarbeit auf ihrem Anwesen im oberösterreichischen Rainbach im Bezirk Schärding sind zwei Brüder im Alter von 56 und 57 Jahren am Dienstagabend derart in Streit geraten, dass der ältere der beiden ein Gewehr zückte und schoss. Der 56-Jährige wurde an beiden Oberschenkeln getroffen. Als Begründung für die Schussattacke meinte der Schütze gegenüber der Polizei lapidar: "Im Krieg wurden auch Leute erschossen."

Laut Polizei waren die beiden Oberösterreicher gegen 20.15 Uhr aufgrund einer Nichtigkeit in Streit geraten. Dabei dürfte der 57-Jährige rotgesehen haben: Er griff zu seinem Kleinkalibergewehr und zielte damit auf seinen eigenen Bruder.

Beide Oberschenkel getroffen
Dieser versuchte noch, davonzulaufen, doch da hatte der 57-Jährige bereits abgedrückt. Die Kugel durchschlug beide Oberschenkel des Jüngeren, dieser sackte schwer verletzt am Boden zusammen. Dennoch gelang es dem 56-Jährigen noch, selbst die Einsatzkräfte zu alarmieren. Er wurde wenig später von der Rettung ins Spital gebracht.

Als die Polizei am Anwesen der Brüder eintraf, befand sich der 57-Jährige wieder im Stall. Bei der Erstbefragung gab er lediglich an, mit seinem Bruder Streit gehabt zu haben. Außerdem habe man im Krieg auch Leute erschossen, so seine kaltherzige Rechtfertigung gegenüber den Beamten. Bei der Festnahme verhielt sich der Mann zudem äußerst aggressiv.

Bei der Durchsuchung des Hauses entdeckten die Beamten die Tatwaffe in einem versperrten Schrank. Drei weitere Langwaffen konnten samt Munition sichergestellt werden.

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