Di, 21. November 2017

Wo liegt Salzburg?

19.04.2017 19:39

Öffis und Parken: Großer „Krone“-Städtevergleich

Öffis und Parken sind das große Thema in Salzburg: Doch wie handhaben andere österreichische Städte die Probleme? Die "Krone"-Redaktionen aus Wien, Linz, Innsbruck und Bregenz liefern brandaktuell einen großen Überblick - und soviel lässt sich schon sagen: Unser Bundesland hat noch einiges an Boden gutzumachen.

Die Jahreskarte bleibt in Wien mit 365 € für alle Öffis unschlagbar und reduziert wesentlich den Autoverkehr. Autofahrer können 15 Minuten Gratis-Parken, eine Stunde kostet 2,10 Euro.  Anrainer erhalten für ihren Bezirk ein Parkpickerl (130 € im Jahr). Täglich fahren 60.000 Menschen mit der Bahn und 120.000 Menschen per Pkw aus dem Umland nach Wien zur Arbeit. An den Stadträndern entstehen immer mehr große Parkhäuser. In Verbindung mit einer Öffi-Karte liegt der Tarif bei verträglichen 52,30 Euro im Monat. In Bregenz gibt es 18.300 Arbeitsplätze, 60% davon werden von Menschen aus dem Umland besetzt. Ein Pendler-Parkticket kostet 365 Euro im Jahr, allerdings sind in der Innenstadt viele Parkplätze nur Kurzparkzonen. Ein Tages-Ticket kostet  zwischen 4,30 und 6,40 Euro. Das Öffi-Ticket für ganz Vorarlberg (Bus und Bahn) kostet sensationelle 365 € im Jahr - es ist dies die mit Abstand günstigste Variante und somit auch jene, die von den Pendlern am meisten genutzt wird. Probleme gibt es aber häufig mit Urlaubern, die als "Vignettenflüchtlinge" die Straßen verstopfen.

Linz hat täglich 110.000  Einpendler  - davon sind 50.000 Mühlviertler. 75% der Einpendler benutzen das Auto und rund 16,6% öffentliche Verkehrsmittel. Mit der Bewohner-Parkkarte kann man sein Auto in den Kurzparkzonen der unmittelbaren Wohnumgebung abstellen. Sie gilt jedoch nicht für jene Kurzparkzonen, die mit einer Zusatzbeschilderung vom Bewohner-Parken ausgeschlossen sind. 94,50 Euro sind für eine zweijährige Bewohner-Parkkarte fällig.  2005 startete in Kooperation mit dem Linzer City Ring die Parkmünzenaktion ,Gratisparken in Linz'. Die an der Aktion teilnehmenden Geschäfte verpflichten sich, ihren Kunden ab einem Einkauf in Höhe von 20 Euro eine Gratis-Parkmünze auszuhändigen. Ein großes Thema: Derzeit ist am Urfahraner-Jahrmarktgelände das Parken gratis, eine Gebührenzone auf dem beliebten Pendler-Parkplatz wird derzeit diskutiert und ist heftig umstritten.

490 Euro in Tirol pro Jahr
Täglich pendeln 48.300 Personen in die Tiroler Landeshauptstadt, 15.000 pendeln aus.  Wegen  Parkplatzproblemen wurden die Tarife und Zeiten  für die Kurzparkzonen stark und bis auf die Randgebiete (grüne Zone) ausgeweitet, weil dort Dauerparker den Anrainern alle Plätze weggeschnappt haben. Im Stadtzentrum wurde die Parkzeit von 19 auf 21 Uhr erweitert (90 Minuten darf man im Kernbereich parken, in den Außenbezirken 180 Minuten). Der normale Parktarif beträgt 70 Cent pro halbe Stunde. Für Handwerker und Sozialdienste  gibt es Vergünstigungen. E-Fahrzeuge parken gratis. Das Öffi-Jahresticket für den Stadtbereich kostet 350 Euro, auf P & R kostet der Tagestarif 8 Euro, dafür ist die Öffi-Karte für bis zu fünf Personen dabei. Die schwarz-grüne Regierung hat heuer ein 490-Euro-Jahresticket für ganz Tirol beschlossen. Das wurde als Durchbruch für die Pendler gefeiert und wird auch in Salzburg Thema.

Michael Pichler, Kronen Zeitung

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