Sa, 25. November 2017

Mit Kurdenmiliz

20.03.2017 16:11

Russland baut weiteren Militärstützpunkt in Syrien

Neben der Marinebasis in Tartus und dem Luftwaffenstützpunkt Hmeimim hat Russland nun offenbar Interesse am Bau eines weiteren Armeestützpunkts in Syrien. Wie die syrische Kurdenmiliz YPG am Montag mitteilte, soll im Nordwesten des Bürgerkriegslandes eine gemeinsame Basis entstehen. Dies sei Teil des Kampfes gegen den Terrorismus. Die YPG kontrolliert den Nordosten Syriens und die Provinz Afrin im Nordwesten.

Der Schulterschluss zwischen der YPG und der russischen Armee dürfte allerdings die Türkei verärgern. Sie betrachtet die YPG als Ableger der Kurdischen Arbeiterpartei PKK, die einen militärischen Kampf für die Autonomie der Kurden in der Türkei führt. International ist die PKK als Terrororganisation geächtet.

Russische Truppen haben bereits Stellung bezogen
YPG-Sprecher Redur Xelil sagte der Nachrichtenagentur Reuters, das Abkommen mit den russischen Streitkräften in Syrien sei am Sonntag geschlossen worden. Russische Soldaten hätten bereits mit gepanzerten Fahrzeugen und Mannschaftstransportern Stellungen in der Provinz Afrin bezogen.

Die türkische Armee hatte eine Offensive im Nordosten Syriens gestartet, um weitere Geländegewinne der YPG zu verhindern, die dort erfolgreich die Extremistenmiliz Islamischer Staat bekämpfte. Die YPG wurde in diesem Kampf auch von den USA unterstützt.

Sturm auf Rakka beginnt Anfang April
Nachdem die letzten Nachschubwege zur IS-Hochburg Rakka mittlerweile abgeschnitten sind, steht die Rückeroberung der Stadt im Norden Syriens nun bevor. Wie am Wochenende bekannt wurde, soll die Operation, an der sich die YPG wieder massiv beteiligen will, Anfang April beginnen. Seitens der Anti-IS-Koalition rechnet man mit ein paar Wochen Kampf, danach soll Rakka von den Dschihadisten befreit sein.

Rakka ist faktisch die Hauptstadt der Extremisten. Dort leben nach Einschätzung der in England ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte immer noch rund 200.000 Menschen. Auch würden viele IS-Anführer in Rakka vermutet.

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Redaktion
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