Sa, 21. April 2018

Opfer des IS

12.03.2017 13:40

Massengrab mit 500 Leichen bei Mossul gefunden

Im Nordirak ist laut Angaben von Paramilitärs ein Massengrab mit rund 500 Leichen entdeckt worden. Es befinde sich auf dem Gelände des Badusch-Gefängnisses nahe der umkämpften Großstadt Mossul, teilten schiitische Milizen am Samstag mit.

Paramilitärische Einheiten hatten das Badusch-Gefängnis vor wenigen Tagen vom IS zurückerobert. Die Terrormiliz kontrollierte das Gebäude seit Juni 2014. Laut Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch exekutierten die Dschihadisten damals Berichten zufolge rund 600 Gefangene.

Männer mussten am Rande des Grabes niederknien
Die meisten der Opfer des Massakers waren demnach Schiiten, die zuvor von den Sunniten unter den Gefangenen getrennt worden waren. Auch inhaftierte Jesiden und Kurden seien unter den Opfern gewesen, wie mehrere Überlebende den Menschenrechtlern berichteten. Die Männer seien gezwungen worden, am Rande eines ausgehobenen Grabes niederzuknien. Sie seien dann mit Maschinengewehren umgebracht worden.

Die sunnitische Terrormiliz betrachtet Schiiten als Abtrünnige und verübt immer wieder Anschläge auf Angehörige dieser Richtung des Islam. Die ethnisch-religiöse Minderheit der Jesiden im Nordirak wurde seit dem Vorrücken der Dschihadisten 2014 den Vereinten Nationen zufolge Opfer eines Völkermordes. Tausende Männer wurden getötet, Frauen versklavt.

Irakische Armee nimmt wichtigsten Bahnhof in Mossul ein
In den vergangenen Monaten verlor der IS im Irak jedoch massiv an Boden. Zuletzt eroberten die irakischen Streitkräfte eigenen Angaben zufolge den wichtigsten Bahnhof im Westen von Mossul zurück. Die Einsatzkräfte hätten den Bezirk Al-Mahata eingenommen, in dem sich der Bahnhof und Wohngebiete befinden. Zahlreiche Sprengsätze der Dschihadisten rund um die Haltestelle seien entschärft worden. Der IS wäre bei einer Eroberung Mossuls im Irak militärisch weitgehend besiegt.

 krone.at
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