Mi, 13. Dezember 2017

Keine Saboteure

10.03.2017 16:32

"Geisterzug" rollte nach Wien: Rätsel um Ursache

Dritter "Geisterzug" binnen fünf Monaten in Ostösterreich: Führerlos rollten 19 Waggons Donnerstagfrüh von Bad Vöslau in Richtung Wien. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Ermittler stehen vor einem Kriminalrätsel: Trotz penibler Erhebungen gibt es bislang keine Klarheit darüber, wie die Stahlwaggons von allein ins Rollen geraten waren.

Beinahe wie Geisterjäger versuchen derzeit Experten der Sicherheitsstelle der Bundesanstalt für Verkehr die Ursache für den jüngsten mysteriösen Zugvorfall zu finden. Im Morgengrauen des Donnerstags rollte ein Konvoi aus 19 Waggons von Bad Vöslau in Niederösterreich trotz einer Sicherung mit vier (!) Handbremsen Richtung Wien.

"Dank sofortiger Sicherheitsmaßnahmen in der Betriebsführungszentrale konnte ein Zusammenstoß mit entgegenkommenden Zügen oder an Übersetzungen verhindert werden", so ÖBB-Sprecher Roman Hahslinger. Laut Videoaufzeichnung waren keine Saboteure vor Ort. Nach 13 Kilometern Irrfahrt rollte die Garnitur aus.

Ursachen ungeklärt
Im Gegensatz dazu krachte der "Geisterzug" von Wieselburg im Oktober des Vorjahres ungebremst gegen einen Regionalzug. Blutige Bilanz: zwölf Verletzte, eine Frau musste reanimiert werden. Auch bei diesem Zugdrama ist die konkrete Ursache technisches Gebrechen, menschliches Versagen oder gar Manipulation noch ebenso ungeklärt wie beim Crash von Wien-Penzing: Am 29. November 2016 stießen fünf führerlose Waggons gegen eine Schnellbahn.

Christoph Matzl, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden