Di, 23. Jänner 2018

Insider über US-Plan

04.03.2017 10:38

"Einwandernde Mütter und Kinder werden getrennt"

Die US-Regierung erwägt Insidern zufolge gemeinsam illegal aus Mexiko eingewanderte Mütter und Kinder künftig zu trennen. Das Heimatschutzministerium diskutiere einen entsprechenden Vorschlag, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von drei Regierungsvertretern, die namentlich nicht genannt werden wollten. Ziel sei es, Mütter davon abzubringen, mit ihren Kindern illegal einzureisen.

Nach der erwogenen Regelung könnten die Eltern in Haft gehalten werden, bis über ihr Verfahren entschieden worden sei. Die Kinder dagegen sollten zunächst in die Obhut des Sozialamtes kommen, bis sie an etwaige Verwandte in den USA oder einem vom Staat bestimmten Vormund übergeben würden. Vertreter des Ministeriums und des Präsidialamts nahmen zu den Angaben nicht Stellung.

54.000 Kinder seit Oktober aufgegriffen
Von Anfang Oktober bis Ende Jänner haben die US-Behörden etwa 54.000 Kinder und ihre Erziehungsberechtigten aufgegriffen. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum.

Ein US-Bundesberufungsgericht hatte im Juli angeordnet, dass die Kinder von illegal Eingewanderten so schnell wie möglich auf freien Fuß gesetzt werden müssen. Für ihre Eltern gilt das nicht. Gegenwärtig werden an der Grenze abgefangene Familien vergleichsweise schnell freigelassen und dürfen in den USA bleiben, bis über ihren Fall entschieden wurde.

"'Catch and release' ermuntert Mütter zur Flucht"
Republikaner im Kongress haben argumentiert, dass diese als "Catch and release" ("Fangen und freilassen") bekannte Vorgehensweise Mütter ermuntert, die gefährliche Reise mit ihren Kindern zu wagen. Den Frauen werde versichert, dass bis zu ihrem Gerichtstermin Jahre vergehen würden.

Präsident Donald Trump hat dazu aufgerufen, das Verfahren zu ändern. Fürsprecher der Einwanderer argumentieren dagegen, die Frauen seien wegen der Gewalt und Armut in vielen zentralamerikanischen Staaten dazu gezwungen, mit ihren Kindern zu fliehen. Sie verlangen, ihnen den Status von Asylsuchenden anzuerkennen.

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Redaktion
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