Mi, 18. Oktober 2017

Leitung griff durch

02.03.2017 10:28

Schule verbietet Muslimen „provozierendes Beten“

In einem deutschen Gymnasium sorgt eine Anweisung der Schulleitung für Aufregung: Muslimische Schüler sollen durch "provozierendes Beten" aufgefallen sein - nun wurde das Beten verboten. Zudem hätten die Schüler in den öffentlichen Räumen der Schule ihre Gebetsteppiche ausgerollt und in den Toiletten rituelle Waschungen vorgenommen.

Wie die Onlineplattform "Der Westen" am Mittwoch berichtete, gelangte eine interne Meldung der Leitung des Gymnasiums in Wuppertal im Bundesland Nordrhein-Westfalen an die Öffentlichkeit. "In den vergangenen Wochen wurde zunehmend beobachtet, dass muslimische Schüler im Schulgebäude für andere deutlich sichtbar beten, signalisiert durch rituelle Waschungen in den Toiletten, das Ausrollen von Gebetsteppichen, das Einnehmen von bestimmten Körperhaltungen. Dies ist nicht gestattet", hieß es in dem Schreiben, das dem "Westen" exklusiv vorliegt. Angeblich fühlten sich Mitschüler und Lehrer durch das Beten bedrängt.

Bezirksregierung erfreut: "Verbot sichert den Schulfrieden"
Die Bezirksregierung Düsseldorf zeigte großes Verständnis für den Schritt der Schule: "Das Verbot des Betens auf provozierende Art in der Schulöffentlichkeit soll das friedliche Miteinander fördern und den Schulfrieden sichern", sagte die Pressesprecherin gegenüber dem "Westen". "Die Schulleiterin hat dazu die Möglichkeit im Rahmen des Hausrechts. Das verfassungsmäßige Gebot des Funktionierens des Schulbetriebes und des Bildungsauftrags geht der Religionsausübungsfreiheit vor."

Fälle sollen der Schulleitung gemeldet werden
Die Lehrer am besagten Gymnasium werden nun angehalten, sämtliche Schüler auf das Verbot hinzuweisen, wenn sie sie beim Beten oder während religiöser Waschungen beobachten. Außerdem fordert die Direktion, dass die Lehrer "die Namen der Betroffenen feststellen" und "die Fälle der Schulleitung melden".

Franz Hollauf
Redakteur
Franz Hollauf
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