Mo, 11. Dezember 2017

Mehr Kooperation

16.02.2017 16:35

So sollen die Hausärzte überleben

Ein Gebäude, mehrere (Allgemein-)Mediziner, längere Öffnungszeiten: Zwar gibt’s erst ein Primärversorgungszentrum in der Steiermark (Mariazell), doch sie sollen die Zukunft des Gesundheitswesens sein. Im Raum Wildon wollen sechs Ärzte beweisen, dass die Ziele auch durch bessere Vernetzung erreicht werden können und der Hausarzt so "überlebt".

"Wir versuchen uns selbst zu retten", betont Gerald Sieder. Mit uns meint er die Hausärzte. Seit 33 Jahren betreibt Sieder eine Praxis in Hengsberg, der Ruhestand ist nicht fern. Seine Tochter überlegt, die Nachfolge anzutreten. Zwar betont die Politik, dass die Hausärzte trotz der neuen Zentren erste Ansprechpartner für Patienten bleiben, doch Sieder hat da Zweifel: "Die Entwicklung geht in Richtung Supermarktmedizin, die wohnortnahe Versorgung ist bedroht."

Ein Arzt ist immer im Dienst
Dass es auch anders geht, lebt Sieder mit fünf Kollegen aus Wildon, Lang und Lebring seit mehr als zwei Jahrzehnten vor. Sie erstellen quartalsweise einen Dienstplan, sodass von Montag bis Freitag jeweils von der Früh bis zum Abend zumindest eine Ordination besetzt ist. Mit dem normalen Bereitschaftsdienst in den Nächten und an Wochenenden ergibt das eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung.

Damit ist nicht Schluss: "Wir wollen uns jetzt weiter vernetzen und die Bevölkerung besser informieren", sagt Arzt Anton Wankhammer aus Lang. Auch andere Gesundheitsberufe (Diätologe, Psychologe usw.) sollen stärker mit ins Boot.

Jakob Traby, Kronen Zeitung

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