Di, 21. November 2017

Terror, Bandenkriege

24.01.2017 16:54

„Aktion scharf“ für mehr Sicherheit auf Schiene

Terrordrohungen, Kriminalität und Jugendbanden, die ihre Territorien abstecken: Im öffentlichen Raum - vor allem in und um Verkehrsmittel wie Bahn und Bus - fühlen sich immer mehr Menschen unbehaglich, auch wenn die Statistik eine andere Sprache spricht. Die ÖBB starten nun eine Sicherheitsoffensive.

Eine Bande greift einen bekannten Journalisten an, rivalisierende Jugendliche fallen im Rausch übereinander her und ein Bratschist der Wiener Symphoniker muss nach einem brutalen Überfall sogar um seine Karriere bangen. Es gab wahrlich schon Positiveres rund um die öffentlichen Verkehrsmittel zu berichten. Etwa, dass die Bahn nach wie vor als das sicherste Verkehrsmittel gilt, zuverlässig und großteils pünktlich ist.

Doch angesichts der jüngsten Vorfälle - auch durch den möglicherweise vereitelten Bombenanschlag seitens eines 17-jährigen Islamisten - ist das Sicherheitsgefühl vor allem in den Bahnhöfen quer durch Österreich getrübt.

Eckpunkte der Sicherheitsoffensive
Bereits in der Vorwoche haben ÖBB und das Verkehrsministerium eine groß angelegte Sicherheitsoffensive angekündigt. Hier noch einmal die Eckpunkte auf einen Blick:

  • Derzeit überwachen rund 6000 fix installierte Kameras die Bahnhöfe zwischen Boden- und Neusiedler See. Im Rahmen eines Pilotversuchs wurden jetzt auch 50 Sicherheitsleute mit Körperkameras ausgestattet. Die Polizei machte damit in den vergangenen Monaten durchaus gute Erfahrungen.
  • Insgesamt stellen die ÖBB bis 2018 exakt 425 zusätzliche Kräfte ein, die sich in den Zügen und auf den Bahnhöfen verstärkt um die Sicherheit kümmern.

Oliver Papacek, Kronen Zeitung

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