Sa, 18. November 2017

350.000 Stimmen

06.12.2016 16:06

Briefwahlergebnis sorgt für klaren VdB-Vorsprung

Alexander Van der Bellen steht endgültig als neuer Bundespräsident fest. Mit der Auszählung der Briefwahlstimmen, die am Dienstagvormittag abgeschlossen wurde, baute er den Vorsprung gegenüber seinem FPÖ-Kontrahenten Norbert Hofer noch einmal deutlich aus und kam auf knapp 54 Prozent. Mit den Briefwahlstimmen hat Van der Bellen einen Vorsprung von knapp 350.000 Stimmen auf seinen Konkurrenten.

Laut Zahlen des Innenministeriums erreichte der frühere grüne Bundessprecher 53,79 Prozent, was 2,47 Millionen Stimmen entspricht. Den Freiheitlichen Hofer unterstützten 2,12 Millionen Wähler.

Sobotka über Ablauf der Wahl erfreut
Innenminister Wolfgang Sobotka zeigte sich am Dienstag bei der offiziellen Verkündung des Ergebnisses erfreut, dass der Urnengang "ordnungsgemäß, penibel und exzellent" abgelaufen sei. Folgerichtig gebe es auch keine Anzeichen für eine Anfechtung. Daher geht er davon aus, dass man nach Ablaufen der Einspruchsfristen noch vor Weihnachten mit einem definitiv gewählten Bundespräsidenten rechnen könne.

Vorsprung mehr als verzehnfacht
Ohne Briefwahl war der Vorsprung Van der Bellens noch deutlich geringer gewesen, nämlich 51,7 gegen 48,3 Prozent. Überhaupt viel enger ging es bei der ersten, vom Verfassungsgerichtshof aufgehobenen Stichwahl der beiden Kandidaten am 22. Mai zu: Damals trennten Van der Bellen und Hofer nur knapp 31.000 Stimmen.

Wahlbeteiligung bei zweiter Stichwahl gestiegen
Die Wahlbeteiligung beim Urnengang vom vergangenen Sonntag lag bei 74,2 Prozent und damit höher als bei den ersten beiden Durchgängen. Bei der Wahl am 24. April, als noch sechs Kandidaten zur Wahl standen, gingen 68,5 Prozent zur Wahl, bei der aufgehobenen Stichwahl am 22. Mai 72,65 Prozent.

Was die Bundesländer angeht, konnte Van der Bellen beim dritten Wahlgang nunmehr die Mehrheit überall außer im Burgenland, in Kärnten und in der Steiermark erobern. Seinen Bestwert erzielte er in Wien mit 65,7 Prozent.

Den großen krone.at-Überblick über die Ergebnisse in den Bundesländern finden Sie hier.

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