Di, 21. November 2017

Opfer lud Mörder ein

21.11.2016 20:27

„Wuschelkopf“ und der Mordfall

Die Anklage gegen zwei Syrer (19) ist raus: Einer muss sich wegen Mord, der andere wegen schweren Raubes verantworten. Aleksandar M. (30) wurde erwürgt, die Leiche warfen die Beiden in eine Badewanne und räumten die Wohnung leer. Doch das Duo machte peinliche Fehler - Reue zeigte es bisher auch keine.

10. Juli 2015: Gewaltsam öffnete die Polizei eine Wohnung in der Elisabethstraße, im Bahnhofsviertel der Stadt Salzburg. Dort fanden sie Aleksandar M. (30), tot, in seiner Badewanne liegend. Der serbische Volksmusiker hatte zuvor zwei Syrer bei der WC-Anlage am Bahnhof kennengelernt. Er jobbte dort. Und nahm die Männer auch mit zu sich nach Hause. Was er da noch nicht ahnen konnte: Der anerkannte Flüchtling und der Asylwerber nutzen die Freundlichkeit von M. eiskalt aus.

So fesselten die 19-Jährigen den Serben mit Kabelbinder, schlugen mit der Forderung nach dem Bankomat-Pin auf ihn ein. Doch aus dem anfangs geplantem Raubüberfall wurde Mord: M. ist an den Folgen einer Gewalteinwirkung am Hals gestorben - also erdrosselt worden. Nach der Tat legten die Täter ihr Opfer in die Badewanne, ließen Wasser ein und versprühten Waschmittel und Kosmetika, um Spuren zu verwischen. Der erste peinliche Fehler: Das Wasser lief aus - für die Polizei sah es sofort nach einer Bluttat aus. Der zweite Patzer: Die Syrer gingen am Tag der Tat mehrmals in der Wohnung ein und aus. Mit großen, schwarzen Müllsäcken. Das sagen Zeugen, die einen der Täter auch als "Wuschelkopf" beschrieben.

Ausweis am Tatort verloren
Fatal war aber der dritte Fehler: Die Polizei fand am Tatort den Ausweis von "Wuschelkopf". Bei der Festnahme hatte dieser nicht nur ein T-Shirt seines Opfers an, sondern auch eine Bankomatkarte des Mordverdächtigen. Im Verhör legten beide ein Geständnis ab. Dem Mörder droht die Höchststrafe, "Wuschelkopf" könnte bis zu 15 Jahre sitzen. Ein Prozesstermin steht noch aus.

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