Mi, 22. November 2017

Beamter suspendiert

20.10.2016 22:40

Bayerns Polizei: „Reichsbürger“ in eigenen Reihen?

Die bayrische Polizei beschäftigt offenbar selbst mehrere mutmaßliche "Reichsbürger". Wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am Donnerstag in der BR-Nachrichtensendung "Rundschau" sagte, würden gegen vier Polizisten Disziplinarverfahren wegen Verbindungen zu den Rechtsextremen laufen.

Ein Beamter sei bereits im Frühjahr vom Dienst suspendiert worden, so Herrmann. Bei den drei weiteren Polizisten seien die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen. Sollten sich Zweifel an der Verfassungstreue der verdächtigten Beamten ergeben, müssten diese die Polizei verlassen, sagte der Minister.

Am Donnerstagmorgen ist ein 32-jähriger Polizist gestorben, der bei einer Razzia im fränkischen Georgensgmünd von einem Anhänger der "Reichsbürger"-Bewegung niedergeschossen worden war. Die "Reichsbürger" lehnen die Bundesrepublik und damit auch ihre Gesetze und Institutionen wie die Polizei ab.

Weiterer Angriff in Sachsen-Anhalt
Einen weiteren Vorfall mit einem "Reichsbürger" gab es am Donnerstag in Sachsen-Anhalt. Der Mann griff Polizisten an und verletzte einen von ihnen. Der 43-Jährige hatte sich trotz Aufforderung eines Mitarbeiters geweigert, ein Bürgercenter der Stadt Salzwedel zu verlassen.

Als die alarmierten Beamten eintrafen, habe der Mann laut Polizei unvermittelt auf sie eingeschlagen und sie dabei als Nazis beschimpft. Auch die 34-jährige Frau des "Reichsbürgers" habe die Polizisten attackiert. Das Paar wurde festgenommen.

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