Do, 19. Oktober 2017

Breitet sich aus

19.10.2016 22:06

Müssen wir uns vor dieser „Horrorspinne“ fürchten?

Mit ihren etwa zwei Zentimetern Körperlänge, den acht langen Beinen und ihrem haarigen Äußeren sieht die Kräuseljagdspinne einer Vogelspinne ziemlich ähnlich. Und auch die bedrohlich wirkenden Kieferklauen gepaart mit den dunklen kleinen Augen lassen bei den meisten wohl kaum den Wunsch aufkommen, ihr überhaupt einmal über den Weg zu laufen. Doch die Kräuseljagdspinne - ursprünglich im Mittelmeerraum zu Hause - breitet sich derzeit in ganz Europa aus.

Was viele nicht wissen: Die unter dem wissenschaftlichen Namen Zoropsis spinimana bekannte Spinnenart ist nicht mehr oder weniger gefährlich als jede andere in Mitteleuropa heimische Spinne. Liegen keine Allergien vor, ist das Gift für den Menschen völlig ungefährlich.

Wird die Spinne in die Enge getrieben, kann sie zwar zubeißen - doch im unwahrscheinlichen Fall, dass die Klauen sehr großer Exemplare die menschliche Haut durchdringen können, ist der Biss an sich weniger schmerzhaft als ein Bienenstich.

Spinne breitet sich in Mitteleuropa aus
Generell sind die Tiere aber eher scheu und verkriechen sich in warmen Ecken von Häusern und Schuppen. Ihre Ausbreitung von Süd- in Richtung Mitteleuropa dürfte auch mit dem Klimawandel zusammenhängen.

Im Web wird derzeit einiges an Wirbel um die mediterranen Achtbeiner gemacht, was wohl zum einen auf ihr Äußeres, zum anderen auf die Unkenntnis ihrer Lebensweise zurückzuführen ist. Gefährlich ist sie nur für ihre Beute, kleinere Insekten. Diese fängt die Spinne nicht im Netz, sondern streift in der Nacht umher und erlegt sie per Biss.

Video: Tierfotograf lässt eine Zoropsis spinimana über seinen Arm krabbeln

Achtbeiner schätzen Schuppen und Gartenhütten
Wer eine Kräuseljagdspinne in seiner Wohnung entdeckt, kann sie also bedenkenlos einfangen und ins Freie setzen. Wer der Spinne einen besonderen Gefallen tun will, der bringt sie in die Gartenhütte oder den Schuppen. Dort finden es die Achtbeiner nämlich am gemütlichsten.

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