Mi, 13. Dezember 2017

Halter empört

26.09.2016 09:29

Bahnhof Linz: Keine Taxifahrt für Blindenhund

Wieder Aufregung um Taxilenker, die sich angeblich weigern, Blindenhunde samt ihren Herrchen und Frauchen zu kutschieren. Ausgerechnet einem Vorsitzenden des Blindenverbandes war die Fahrt samt Vierbeiner beim Linzer Bahnhof verwehrt worden. Der Mann spricht von unhaltbaren Zuständen und Diskriminierung.

"Leider kommt es häufig auch an fixen Standplätzen zu solchen unerfreulichen und diskriminierenden Vorfällen", ärgert sich Christian Gutjahr vom Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich. Als er am Linzer Bahnhof in ein Taxi steigen wollte, wurde ihm und seinem Labrador "Leo" die Fahrt verweigert.

Da sich derartige Vorfälle laut Gutjahr immer wieder ereignen würden, kämpfe man vehement gegen diese Misere. "Es wäre sehr hilfreich, ein öffentliches Problembewusstsein zu schaffen, um solche Missstände endlich endgültig abzustellen."

Freier Zugang zu Dienstleistung muss gegeben sein
Bekanntlich hatte ein ähnlicher Vorfall ob der Enns vor Monaten für Schlagzeilen gesorgt. Damals hatte der Obmann des oberösterreichischen Blindenverbandes geklagt, dass sein Hund viele Berufschauffeure störe. Dabei ist der Transport von Blindenhunden per Richtlinie des Sozialministeriums geregelt: "Menschen mit Behinderung und ihre Assistenzhunde müssen freien Zugang zu allen öffentlichen Orten und Dienstleistungen haben."

Taxizentrale 6969: "Wir nehmen Blindenhunde mit"
Thomas Rosenauer, Leiter der Taxizentrale 6969 in Linz, meint zu dem Thema: "Wir nehmen Blindenhunde auf jeden Fall mit. Zudem werden unsere Fahrer auch per Rundschreiben immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass sie Blindenhunde mitnehmen müssen."

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