Sa, 25. November 2017

Nach Luchs-Abschuss

23.09.2016 09:54

Jäger wollen mit eigenem Disziplinarrat mehr Macht

"Das ist ein Freibrief für die Wilderer", ärgert sich der grüne Klubobmann Gottfried Hirz, nachdem eine Linzer Jägerin (64) für den illegalen Abschuss eines Luchses nun nicht einmal mehr Schadenersatz zahlen muss - die "Krone" berichtete. Groteskerweise fordert Hirz auf den ersten Blick mehr "Macht" für die Jäger!

"Das Jagdrecht ist ein Landesgesetz. Hier haben wir eine Chance, etwas zu bewirken", sagt Hirz, der bekanntlich im Landtag für eine Verschärfung eintritt. Da die aktuellen Strafen - die Linzerin muss für den erlegten Luchs nur 1920 Euro Geldbuße zahlen, zudem hat das Landesgericht Steyr die 12.101 Euro Schadenersatz aufgehoben - nicht abschreckend wirken, fordert Hirz, dass die Jäger einen Disziplinarrat bekommen und selbst etwa über die Aberkennung der Jagdkarte entscheiden können.

Jäger wollen Jagdkarten selbst aberkennen können
Diese bekommt die Luchs-Wilderin nach einem Einspruch auch nach 30 Monaten wieder zurück. Auch Oberösterreichs Landesjägermeister Sepp Brandmayr ärgert sich, dass die Waidmänner gegen die schwarzen Schafe in den eigenen Reihen keine Disziplinarmöglichkeiten haben und damit mit den milden Strafen leben müssen.

Kein Schadenersatz für erlegten Luchs
"Fatal ist, dass der Luchs in der Gesellschaft einen hohen Wert, aber keinen Preis hat", ärgert sich Hirz - denn in das Luchsprojekt in Oberösterreich, dem derzeit die Männchen fehlen, wurden schon rund 400.000 Euro investiert, aber Schadenersatz für einen erlegten Luchs gibt es nicht.

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