Sa, 21. Oktober 2017

An nur einem Tag

30.08.2016 22:37

6500 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet

Italiens Küstenwache ist am Montag im Dauereinsatz gestanden: Binnen 24 Stunden wurden bei 40 Einsätzen vor der libyschen Küste rund 6500 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Auf einem einzigen Fischerboot waren sogar über 700 Menschen zusammengepfercht. Am Dienstag wurden erneut 3000 Flüchtlinge aus dem Meer in Sicherheit gebracht.

Auch die EU-Marinemission "Sophia", die im Kampf gegen Schlepper im Einsatz ist, die EU-Grenzschutzagentur Frontex sowie humanitäre Organisationen halfen den Italienern bei der Rettung der Flüchtlinge am Montag.

Die katalanische Organisation Proactiva Open Arms veröffentlichte auf Twitter Bilder des Einsatzes, die zeigen, wie die Migranten zu Hunderten zusammengedrängt in kleinen Booten sitzen. Einige von ihnen sprangen mit Rettungswesten ausgerüstet ins Meer und schwammen zu den Rettungsbooten.

Fünf Tage altes Baby gerettet
Unter den Geretteten waren auch zahlreiche Babys und Kleinkinder. Ein erst fünf Tage altes Neugeborenes musste mit dem Hubschrauber in ein italienisches Krankenhaus gebracht werden.

112.500 erreichten seit Jahrenbeginn Italien
Schon am Sonntag waren in dem Gebiet mehr als 1100 Personen aus dem Meer geholt worden. Damit dürfte die Zahl der Menschen, die seit Jahresbeginn über das Mittelmeer Italien erreichten, auf mehr als 112.500 steigen. Im selben Zeitraum des Vorjahres lag die Zahl bei 116.000 ankommenden Flüchtlingen. Fast alle Geretteten stammen aus Westafrika oder vom Horn von Afrika.

Heuer 3100 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken
Derzeit wagen wegen des Sommerwetters und der ruhigen See wieder mehr Menschen die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer. Der Küstenwache zufolge stellen sich die Behörden wegen der guten Wetteraussichten auch in den kommenden Tagen wieder auf viele Einsätze ein. Nach Angaben der UNO starben heuer schon mindestens 3100 Menschen auf der Flucht im Mittelmeer.

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