Mi, 13. Dezember 2017

YouTube-Video

29.08.2016 20:11

200.000 sahen Salzburger Taschendieb

200.000 sahen auf YouTube den rumänischen Taschendieb (41), den die Polizei sowohl in Großbritannien als auch in Portugal und zuletzt in Salzburg laufen lassen musste. Obwohl bekannt ist, dass der Mann ein Profidieb ist, kommt er immer wieder frei. In Salzburg dürfte seine Frau als Komplizin fungiert haben.

In seiner Heimat gibt es Schulen wo Taschendiebe ihr kriminelles Handwerk erlernen. Da bringt man ihnen nicht nur bei, unbemerkt Geldbörsen aus Taschen zu ziehen sondern sie lernen auch die besten Ablenkungsmethoden. Und natürlich das Wichtigste: Wer die Beute sofort einem Komplizen übergibt, kann- sollte er erwischt werden - nicht belangt werden. Bereits vor zwei Jahren zog es den so fertig ausgebildeten Rumänen nach Großbritannien. In der Londoner U-Bahn machte er zahlreiche Beutezüge.

Nach Kurzfilm auf YouTube geflüchtet
Bis ihm eines Tages ein Ermittler mit versteckter Kamera für einen britischen TV-Sender in der Central Line filmte. Der Ermittler holte den Dieb aus der U-Bahn und stellte ihn zur Rede. Der Rumäne hatte keine Beute dabei - denn er hatte den zivilen Polizisten erkannt. Doch der Kurzfilm wurde auf YouTube gestellt und gleich 200.000 Mal angeklickt. Da wechselte der EU-Bürger nach Portugal. Auch dort konnte ihm nie etwas nachgewiesen werden. Da er aber in Verdacht stand, etliche Diebstähle begangen zu haben, gab es eine gerichtliche Anordnung zur Aufenthaltsermittlung. Als der Rumäne davon erfuhr, zog es ihn nach Österreich weiter. In Wien, in Tirol und in Salzburg machte er hier Beute. Aus Wien gibt es ein Foto von der U1 am Keplerplatz. Dort bestahl der Rumäne sein Opfer, als dieses in die U-Bahn einstieg. Im Gedrängel merkte die Frau nichts.

Schon mehrmals auf der Schranne beobachtet
Am 18. August schlug der Mann dann vermutlich in Begleitung seiner Frau auf der Schranne zu. Doch er wurde erwischt, konnte kurz flüchten und wurde dann erneut angehalten. "Er gab an, dass er am 13. August mit seiner Frau und den Kindern zum Betteln nach Salzburg gekommen sei. Wo sich die Familie aufhält, wissen wir nicht", so Polizeisprecher Michael Rausch. Der Mann musste Fingerabdrücke und DNA hinterlassen - danach kam er wieder frei und tauchte unter. Selbst ein gestohlenes Handy, das bei ihm am 26. August in Taxenbach gefunden wurde, konnte die Staatsanwaltschaft nicht davon überzeugen, dass weitere "Tatbegehungsgefahr" besteht. "Wir haben einige Hintergrundinfos über den Mann und Komplizen", sagt Michael Rausch. Man hofft, ihn beim nächsten Coup dingfest machen zu können.

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