Do, 19. Oktober 2017

Alle gegen einen

28.08.2016 21:02

Wer tritt 2019 gegen Auinger an?

Der Spitzenkandidat profiliert sich: Ob es die Vorstellung der neuen Sporthalle in Liefering ist oder eine Diskussion um ein weiteres Flüchtlingsquartier im Bahnhofsviertel: Bernhard Auinger (42), derzeit Klubchef der Sozialdemokraten im Salzburger Rathaus, scheut kein heißes Thema. Es ist der neue Stil, der ihn auszeichnet: Hysterie, laute Wortduelle und Sprechblasen wie in den Niederungen der heimischen Kommunalpolitik sind in der internationalen Firmenwelt nicht gefragt.

Der Europa-Betriebsrat von Porsche löst die Probleme wie einst als System Operator in der IT-Abteilung: Ruhig, freundlich, bestimmt.

Wer tritt gegen ihn an?
-) Bei der ÖVP setzt man weiter auf den Haslauer-Vertrauten Harald Preuner (57), der mit seiner Erfahrung punkten kann. Nur Claudia Schmidt (53), die Europa-Abgeordnete könnte an seine Stelle treten. Sie ist eher für einen Platz in der Landesregierung vorgesehen.
-) Das grüne Urgestein Johann Padutsch geht: Zermürbend war der Kampf um bessere Architektur und den stockenden Verkehr. Tritt Martina Berthold (46) an? Jeder kennt die energische Asyl-Landesrätin. Im Gemeinderat profiliert sich Ingeborg Haller (54) sehr. Zwischen diesen beiden Power-Frauen fällt die Entscheidung, kommt Berthold, so rückt Haller in die Regierung ein. Das Unwägbare dabei: Ein Jahr vor dem März 2019 sind ja die Landtagswahlen, die alles durcheinander würfeln könnten.
-) Ist Andreas Reindl (47) der wortgewaltige blaue Spitzenmann für den Kampf um das Schloss Mirabell? Oder kommt doch noch einmal Nothelfer Andreas Schöppl (55)? In der FPÖ hat man längst bemerkt, dass Hardliner polarisieren und kein so breites Wähler-Spektrum ansprechen. Andererseits ist das ihr "Stamm-Publikum." Das letzte Wort wird die junge FP-Landeschefin Marlene Svazek sprechen - ihr Erfolg bei den Landtagswahlen 2018 scheint ziemlich sicher. Sonst wäre sie weg. Das politische Geschäft wird härter.
-) Die Pflastersteine bekam Barbara Unterkofler (41) von den pinken Neos nur mit Verzögerung in den Griff. Einzige ernst zu nehmende Alternative ist der Arzt Sebastian Huber (52), der seine Praxis in Maxglan aber nicht aufgeben will. Unterkofler ist gesellschaftlich bestens vernetzt: Ihr Ehemann avancierte zum neuen Präsidenten der mächtigen Industriellenvereinigung.

Einer sieht das Ganze gelassen: Bürgermeister Heinz Schaden muss bis zum Wahltermin im Amt bleiben, denn ein vorzeitiger Rücktritt würde auch eine frühere Wahl des Bürgermeisters (durch das Volk oder den Gemeinderat) nach sich ziehen - das will die SPÖ nicht provozieren.

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