Do, 23. November 2017

Anschläge im Westen

26.08.2016 11:21

Terrorexperte prophezeit „Volkssturm des IS“

Trotz der militärischen Rückschläge der Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien und im Irak rechnet der am Londoner King's College lehrende Terrorismus-Experte Peter Neumann mit einer Zunahme der Gefahr von Anschlägen. "Kurz- und mittelfristig könnte es im Westen zu mehr Terroranschlägen kommen", sagte Neumann.

Grund sind, so Neumann am Freitag in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, die nach Europa zurückkehrenden Auslandskämpfer des IS. Der Experte verweist in diesem Zusammenhang auf Studien, wonach zwischen elf und 25 Prozent der zurückgekehrten Auslandskämpfer später zu Terroristen geworden seien.

"Baldiges Ende der IS-Präsenz im Kerngebiet"
Angesichts der jüngsten Offensive der Anti-IS-Koalition im Norden Syriens erwartet Neumann ein baldiges Ende der militärischen Präsenz des IS in seinem Kerngebiet in Syrien und im Irak. "Die Terrormiliz hat dort massiv Territorium verloren. Es werden immer schlechtere und jüngere Kämpfer eingesetzt. Es ist ein Art 'Volkssturm' des IS", so der Terrorismusforscher gegenüber dem "Focus".

"Diese Leute sind das Vermächtnis des IS. Viele dieser Kämpfer werden dorthin zurückgehen, von wo aus sie aufgebrochen sind: in die Türkei", wird Neumann zitiert. Der Experte befürchtet deshalb eine weitere "Destabilisierung" der Türkei.

Sorge in Frankreich vor "wahren Killern"
Doch auch in Frankreich ist man alarmiert. Unter den künftigen IS-Rückkehrern seien zahlreiche als "Fälle für den Psychiater" einzustufende Fanatiker, zitiert das "Hamburger Abendblatt" den Direktor des französischen Inlandgeheimdienstes DGSI, Patrick Calvar. Die schlachterprobten Kämpfer seien zu "wahren Killern" geworden.

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