Di, 20. Februar 2018

Mit Messern

13.08.2016 15:12

Arbeitsloser drohte Richter mit dem Tod

Angehörige der Justiz brauchen mitunter starke Nerven: Ein Mann, der von einem Richter am Bezirksgericht Oberpullendorf besachwaltet wurde, stieß daraufhin wüste Drohungen und Beschimpfungen gegen den Juristen aus. Die "Ostmafia" würde diesen "wegblasen". Jetzt wurde er in Abwesenheit deshalb verurteilt.

Nicht ohne Grund dürfte der Mann vom Gericht besachwaltet worden sein. Doch darüber regte sich der 40-Jährige dermaßen auf, dass er den zuständigen Richter am Bezirksgericht Oberpullendorf wiederholt beschimpfte und bedrohte. Als er schließlich gegenüber den Mitarbeitern an der Sicherheitsschleuse äußerte, dass der Richter seinen Wohnort nicht mehr lebend erreichen werde, schrillten bei den Securitys alle Alarmglocken - zumal der Mann nach eigenen Angaben drei Messer dabei hatte. Bei seiner Einvernahme durch die Exekutive versuchte der Burgenländer, sein Verhalten schönzureden: "ok, mir ist vielleicht das eine oder andere blöde Wort rausgerutscht. Aber ich war wütend, weil ich nicht an mein Geld gekommen bin."

Dennoch setzte es für den Beschäftigungslosen eine Anzeige wegen versuchter Nötigung. Die Verhandlung dazu fand vor dem Landesgericht in Eisenstadt statt, wo man sich an der Sicherheitskontrolle extra auf das Eintreffen des rabiaten Angeklagten vorbereitet hatte. Doch der zog es vor, erst gar nicht zu erscheinen. Er wurde daher in Abwesenheit - noch nicht rechtskräftig - zu vier Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

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