Sa, 18. November 2017

Gegenkandidat

08.08.2016 20:38

Ex-CIA-Mitarbeiter will Trumps Sieg verhindern

Gegen den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump tritt nun auch ein Rebell aus den Reihen seiner eigenen Partei an. Der Republikaner Evan McMullin, ein früherer Anti-Terror-Experte des Auslandsgeheimdienstes CIA, gab am Montag seine unabhängige Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im November bekannt. Der 40-Jährige ist allerdings bislang in der Öffentlichkeit so gut wie unbekannt und startet sehr spät in das Rennen, sodass es ihm schwerlich gelingen dürfte, bei der Wahl eine nennenswerte Rolle zu spielen.

"Es ist nie zu spät, das Richtige zu tun", erklärte McMullin. Sein Land habe Besseres verdient als Trump oder die Kandidatin der Demokraten, Hillary Clinton. Deswegen biete er sich "demütig" den "Millionen von desillusionierten Amerikanern" als die bessere Alternative an.

Trump nominiert, doch Republikaner zerrissen
Trump war Mitte Juli von den Republikanern offiziell als Präsidentschaftskandidat nominiert worden. Allerdings zeigte der teilweise turbulente Verlauf des Nominierungsparteitags, dass viele in der Partei mit der Kandidatur des Quereinsteigers weiterhin hadern.

Seit dem Parteitag hat sich der rechtspopulistische Immobilienmilliardär mit einer Serie von Fehltritten selbst beschädigt, seine Umfragewerte sind seither abgesackt. So griff Trump die muslimischen Eltern eines im Irak gefallenen US-Soldaten an, verwies ein schreiendes Baby aus einer Wahlveranstaltung und versagte prominenten Republikanern zunächst die Unterstützung für deren Wahlkampf zum Wiedereinzug in den Kongress. Im Bemühen um innerparteiliche Versöhnung erklärte Trump am vergangenen Freitag dann, dass er nun doch den Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, und Senator John McCain in ihren Wahlkampagnen unterstütze.

Trump verspricht massive Steuererleichterungen
Um noch mehr Wähler auf seine Seite zu ziehen, verspricht der Immobilienmilliardär nun zudem massive Steuererleichterungen. "Für viele amerikanische Arbeiter wird der Steuersatz bei Null liegen", sagte Trump am Montag in Detroit bei seiner Rede zur Wirtschaftspolitik. Kleine Betriebe sollten unter ihm als Präsident höchstens 15 Prozent Steuern zahlen müssen. Es müsse aufhören, dass Betriebe ihre Produktion ins Ausland verlegen und die dort billiger produzierten Produkte dann zollfrei wieder einführen. Trump versprach zudem eine Vereinfachung des Wirtschaftssystems: "Ich werde ein Moratorium für weitere Regulierungen verhängen."

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