Fr, 17. November 2017

In Saudi-Arabien

04.07.2016 06:51

Attentäter sprengt sich vor US-Konsulat in Luft

In unmittelbarer Nähe des US-Konsulats in der saudi-arabischen Hafenstadt Dschidda hat sich in der Nacht auf Montag ein Attentäter in die Luft gesprengt. Größere Schäden konnten offenbar verhindert werden, weil Sicherheitskräfte auf den Mann aufmerksam geworden und eingeschritten seien, teilte das Innenministerium in Riad mit.

Als sich die Beamten näherten, habe der Mann auf einem Krankenhausparkplatz gegenüber des Konsulats einen Sprengstoffgürtel gezündet. Die beiden Beamten seien leicht verletzt worden, hieß es in einer Erklärung des Ministeriums. Die regierungsnahe Zeitung "Sabk" zeigte Bilder vom Explosionsort. Darauf waren Blut und beschädigte Autos zu sehen. Die Zeitung sprach von einem "fehlgeschlagenen Bombenattentat".

Konsulatsmitarbeiter blieben unverletzt
Ein Sprecher des US-Außenministeriums sagte in Washington, alle Mitarbeiter des Konsulats seien wohlauf. Die Identität des Attentäters sei noch unbekannt. Der Vorfall ereignete sich zu Beginn des Unabhängigkeitstags der USA. Diplomatische Vertretungen des Landes gelten in Saudi-Arabien als besonders anschlagsgefährdet. Vor einem Jahr hatten die USA ihre Botschaft in Riad und die Konsulate in Dschidda und Dhahran für mehrere Tage mit Verweis auf "Sicherheitserwägungen" geschlossen.

Königreich im Visier des Islamischen Staates
In den vergangenen beiden Jahren hatte es in dem sunnitischen Königreich immer wieder Gewalttaten gegen Sicherheitsbeamte und gegen die schiitische Minderheit gegeben, zu denen sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat bekannte. IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi hat das saudi-arabische Königshaus wiederholt der Tyrannei und des Abfalls vom Glauben bezichtigt und die Bürger aufgefordert, sich gegen die Herrscherdynastie zu erheben.

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