Di, 21. November 2017

Ab 3. Juni auf Sky

03.06.2016 08:46

„Outcast“: Neue Serie vom „Walking Dead“-Schöpfer

Wenn innere Dämonen zu äußeren werden, dann hat man ein Problem. Das weiß Kyle Barnes bereits seit frühester Kindheit. In "Outcast", der neuen Serie von "Walking Dead"-Schöpfer Robert Kirkman, bekommt es der verschlossene Protagonist nach Jahren der Zurückgezogenheit wieder mit seiner Vergangenheit zu tun. Ab 6. Juni lässt sich seine Jagd auf das Übersinnliche via Sky mitverfolgen.

Kirkmans gleichnamiger Comic wurde für die erste, zehn Episoden umfassende Staffel recht konventionell auf den Bildschirm geholt. Wo das vielfach gepriesene "The Walking Dead" durch eine Unzahl expliziter Szenen sowie allerlei Überraschungen seit Jahren Millionen Zuschauer bindet, muss sich diese zwischen Exorzismus-Faible und dezentem Grusel angelehnte Adaption erst vorarbeiten. Denn in den ersten Folgen gilt es zunächst, das Setting sowie die handelnden Personen einzuführen. Und dafür lässt man sich Zeit.

Barnes, dargestellt von "Almost Famous"-Mime Patrick Fugit, ist ein Einzelgänger par excellence: Nach schwerer Kindheit dachte er zunächst, dieses Kapitel abgeschlossen zu haben. Doch jene Dinge, die schon seine Mutter beherrschten, machen auch vor seiner kleinen Familie nicht halt. Nach einem erst sukzessive beleuchteten Vorfall bricht er folglich alle Verbindungen ab, nistet sich in seinem verfallenen Elternhaus ein und scheut jeden Kontakt zur Außenwelt. Einzig seine Stiefschwester Megan (Wrenn Schmidt) gibt den grummeligen Mann nicht auf - sehr zum Missfallen ihres Ehemannes, dem Polizisten Mark (David Denman).

Kleinstadt wird von Übernatürlichem heimgesucht
Kein Wunder: Seit Barnes erneut in dem beschaulichen Kleinstädtchen Rome aufgetaucht ist, zieht auch das Übernatürliche wieder ein. Als ein kleiner Bub besessen scheint, kreuzen sich die Wege von Barnes und dem örtlichen Reverend Anderson (Philip Glenister), der mit beherztem Auftreten das Böse vertreiben will. Spätestens hier fühlt man sich an "Der Exorzist" und Co erinnert, wenngleich in etwas abgeschwächter Variante. Und auch die "Akte X"-Referenz in Form eines "I Want To Believe"-Posters in Barnes' Zimmer bietet eine recht gute Einordnung für das, was den Zuschauer erwartet.

Zwischen Mystery und Horror
"Outcast" ist eine traditionell gemachte, dabei aber durchwegs unterhaltsame Serie zwischen den Polen Mystery und Horror. Letzteres schwingt dabei aber eher unterschwellig mit, als dass es zu einer bloßen Aneinanderreihung von verdrehten Augen (wenn nicht gar Körperteilen), geisterhaften Stimmen oder sonstigem Hokuspokus käme. Am spannendsten sind die ersten Episoden immer dann, wenn der Fokus auf das Zwischenmenschliche gelegt wird und die Hintergründe der Charaktere in den Fokus rücken. Denn es ist keineswegs nur Kyle Barnes, der das ein oder andere Geheimnis mit sich herumträgt.

Zweite Staffel bereits angekündigt
Davon abgesehen wird man sich wohl auf eine anhaltende Dämonenjagd gefasst machen dürfen. "Ein Haus wie dieses gibt es in jeder Stadt, in jedem Land, überall auf der Erde", hält der Reverend angesichts von Barnes' ungläubigem Blick ob des besessenen Buben fest. Wie falsch er mit seiner anfänglichen Skepsis liegt, muss der "Outcast" bald recht deutlich erkennen. Und ein rasches Ende scheint ohnehin nicht in Sicht, wurde doch bereits eine zweite Staffel bestätigt.

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