Mo, 11. Dezember 2017

Tierschützer erfreut

19.05.2016 18:39

Spanien verbietet blutige Stierhatz bei Volksfest

Nach jahrelangen Protesten von Tierschützern ist das grausame Töten eines Stiers auf einem Volksfest in der nordspanischen Kleinstadt Tordesillas verboten worden. Die Regionalregierung von Kastilien und Leon verabschiedete am Donnerstag ein Dekret, das das Töten von Rindern auf Volksfesten grundsätzlich untersagt.

Das blutige Ritual von Tordesillas, dessen Ursprünge bis ins Mittelalter zurückreichen, gehörte zu den traditionellen Spektakeln in Spanien, die Tierschützern besonders verhasst sind. Beim "Toro de la Vega", wie das alljährlich stattfindende Fest heißt, wird ein Kampfstier aus der Stadt hinaus auf ein Feld getrieben und dort von Lanzenträgern solange traktiert, bis er tot zusammenbricht.

Mit dem Dekret solle eine Tradition aus dem 16. Jahrhundert an die "Kultur und Sensibilität des 21. Jahrhunderts" angepasst werden, teilte die Regionalregierung mit. Die Stadtverwaltung von Tordesillas müsse nun entscheiden, ob sie das Ritual in einer modifizierten Version beibehalten will, bei der der Stier nicht getötet werde.

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