Fr, 20. Oktober 2017

NATO-Raketenabwehr

13.05.2016 18:19

Putin will „Sicherheitsbedrohung ein Ende setzen“

Russlands Präsident Wladimir Putin sieht sich nach der Inbetriebnahme der neuen US-Raketenabwehr in Osteuropa zu Gegenmaßnahmen veranlasst. Sein Land werde prüfen, "wie wir dieser Bedrohung der Sicherheit Russlands ein Ende zu setzen können", sagte Putin am Freitag bei einem Treffen mit Verteidigungsberatern in Sotschi.

"Wir werden alles Nötige tun, um das strategische Gleichgewicht zu wahren", so Putin weiter. Russland müsse sich der "Bedrohung seiner Sicherheit" stellen. Gleichzeitig sagte der Kremlchef, dass sein Land kein Interesse an einem neuen Rüstungswettlauf habe. Russland werde "hier sehr sorgfältig vorgehen".

Putin: USA wollen Wettrüsten provozieren
Den USA warf er vor, ein solches Wettrüsten provozieren zu wollen. Putin argumentierte, mit der Raketenabwehr in Osteuropa verletzten die Vereinigten Staaten den INF-Vertrag zur Eliminierung von Mittel- und Kurzstreckenraketen, den Washington und Moskau 1987 ausgehandelt hatten.

An der Ostgrenze der NATO war am Donnerstag erstmals ein US-Raketenabwehrsystem in Betrieb genommen worden. Die Anlage im südrumänischen Deveselu soll Raketen im Anflug auf Europa zerstören. Das Abwehrsystem in Deveselu, das im Juli beim Gipfel in Warschau offiziell in den Raketenabwehrschirm der NATO integriert werden soll, ist die zweite Phase beim Aufbau dieses NATO-Projektes. In der Türkei wurde bereits eine Radaranlage in Betrieb genommen, vier Schiffe mit Raketenabwehrsystemen sind im spanischen Rota stationiert.

Baubeginn für nächste Raketenabwehrbasis in Polen
Am Freitag wurde im polnischen Redzikowo der Grundstein für eine weitere Raketenabwehrbasis gelegt. Diese stärke die Sicherheit Polens, sagte Präsident Andrzej Duda bei der Zeremonie. "Seit wir dem Bündnis beigetreten sind, haben wir darauf gewartet, dass die NATO nach Polen kommt. Und heute ist es soweit."

Polen sieht in dem Raketenschild eine zusätzliche Sicherheitsgarantie für das eigene Land und die gesamte Region. Angesichts des andauernden Konflikts in der Ostukraine sieht Polen auch seine eigene Sicherheit potenziell gefährdet. Die Anlage in Redzikowo soll 2018 fertig sein.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).