Mo, 20. November 2017

Angst vor Spionage

22.04.2016 10:42

Comic in China warnt vor „hübschen Ausländern“

Die chinesische Regierung warnt ihre Angestellten derzeit vor "gefährlichen Liebschaften" bzw. "schönen Ausländern". Auf Plakaten wird mittels eines Comics der Fall einer Regierungsbeamtin geschildert, die dem Charme eines rothaarigen Ausländers verfällt und sogar Amtsgeheimnisse ausplaudert. Xiao Li, so der Name der Beamtin, könnte aber aus Sicht Pekings auch jeder andere Staatsdiener sein.

In dem Comic wird Xiao von einem jungen rothaarigen Austauschstudenten namens David umworben. Es dauert nicht lange und die beiden gehen eine Beziehung ein. Die junge Frau vertraut ihrem Lover voll und ganz und verrät sogar Amtsgeheimnisse. David betont immer wieder, dass er diese Dinge für seine Forschung benötige.

Freund entpuppt sich als Geheimagent
Eines Tages verschwindet David aus dem Leben Xiaos - und ihr wird klar: Ihr Freund war ein ausländischer Spion, der sie getäuscht hat. Neben dem Liebeskummer bringt ihr der Kontakt mit David auch jede Menge Ärger mit den Behörden ein.

Der Urheber des Comics ist laut dem US-Sender CNN das Heimatschutzministerium, das derzeit eine große Anti-Spionage-Kampagne fährt. In speziellen Schulungen werden Beamte über Spionage aufgeklärt. Woran erkennt man einen Geheimdienstagenten? Wie soll mit heiklen Informationen umgegangen werden? Das sind nur einige der Fragen, um die es in den Kursen geht.

Computerexperte zum Tode verurteilt
Dass die chinesische Regierung ihren Kampf gegen Spionage verschärft, beweist auch der Fall eines 41-jährigen Chinesen, der wegen der Weitergabe zahlreicher vertraulicher Dokumente an ausländische Agenten zum Tode verurteilt wurde. Huang Yu habe für ein Institut in der südwestchinesischen Stadt Chengdu gearbeitet, das sich auf Verschlüsselung spezialisiert habe, hieß es im Staatsfernsehen, das intensiv über den Prozess berichtete.

Der geständige Angeklagte war in orangefarbener Gefängnisweste und Handschellen zu sehen. Für 700.000 US-Dollar soll Huang auf Reisen nach Hongkong und Macao sowie Südostasien zwischen 2002 und 2011 Informationen an Agenten weitergegeben haben, darunter 90 hochgeheime Dokumente sowie militärische Codes.

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