Mo, 20. November 2017

Agent „Palmerston“

18.04.2016 09:50

London: Ministerium holt Kater als „Chief Mouser“

In britischen Regierungsbüros feiern Mäuse immer wieder Kirtag. Besonders das Foreign Office (Außenministerium) in London ist von einer regelrechten Mäuseplage betroffen. Doch damit soll nun Schluss sein: Kater "Palmerston" übernimmt nun die Rolle des "Chief Mouser", jagt also offiziell hauptberuflich Mäuse.

Palmerston, der nach dem ehemaligen Premierminister Viscount Palmerston benannt ist, wohnte bis vor Kurzem noch in einem Tierheim. Doch vor wenigen Tagen verkündete eine Sprecherin des Außenamts: "Palmerston ist der neueste Zugang im diplomatischen Service ihrer Majestät." Man freue sich, dass er nun "die Zahl der Mäuse in unserem King-Charles-Gebäude unter Kontrolle halten wird".

Die Entscheidung fiel auf Palmerston, da der Kater vom "Battersea Dogs and Cats Home" stets in höchsten Tönen gelobt worden war. Laut BBC hatte der zweijährige Kater früher auf der Straße gelebt und war untergewichtig. Der spektakuläre Karrieresprung wird die Steuerzahler übrigens keinen Cent kosten, wie die Regierung versicherte: "Palmerstons Beschäftigung wird die öffentliche Kasse mit keinen Kosten belasten", so eine Sprecherin des Außenministeriums. Stattdessen gebe es ein gemeinsames Sparschwein der Angestellten, aus dem der Kater und "alle Aspekte seines Wohlergehens" finanziert würden.

Die ersten Tage im Amt waren vollgepfercht mit Presse- und Fototerminen. Das öffentliche Interesse am "Chief Mouser" ist enorm. Palmerston hat sogar einen eigenen offiziellen Twitter-Account. Dort werden regelmäßig Fotos aus dem Leben des Mäusejägers gepostet. Innerhalb weniger Tage konnte der Kater mehr als 4000 Follower für sich gewinnen.

Kritik an "Chief Mouser" des Premiers
Die Vorschusslorbeeren dürften einem anderen Kater im Dienste der Regierung nicht besonders schmecken: Nur wenige Meter vom Außenministerium entfernt wohnt und arbeitet "Larry", der in den Räumlichkeiten von Downing Street 10 Mäuse jagen soll. Die Betonung liegt auf soll, denn immer wieder werden Zweifel an Larrys Motivation laut. Statt Mäuse zu jagen, soll er Medienberichten zufolge immer wieder im benachbarten Park gesehen worden sein. Dort soll eine Katzendame namens Maisie wohnen.

Auf der Regierungsseite im Internet widmet sich eine Rubrik Larry. Dort heißt es ein wenig diplomatischer: "Larry verbringt seine Tage damit, Gäste zu begrüßen, Sicherheitsvorkehrungen zu inspizieren und Möbelstücke auf ihre Eignung als Schlafplatz zu testen." Auch die Bekämpfung der Mäuseplage falle in seinen Arbeitsbereich. Larry befinde sich allerdings hierbei noch "in der Planungsphase".

Umfrage über beliebteste Regierungskatze gestartet
Der Druck auf Larry wird nun deutlich größer. Vor Kurzem wurde auf seiner Twitter-Seite eine Umfrage veröffentlicht, in der Teilnehmer über folgende Frage abstimmen sollten: Wer ist die Top-Katze der Regierung? Wie das Ergebnis zeigt, führt Larry das Ranking noch an.

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