Do, 23. November 2017

Flüsse verunreinigt

17.04.2016 11:49

Millionen in Santiago de Chile ohne Trinkwasser

Nach schweren Regenfällen sind über vier Millionen Einwohner der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile am Samstag von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten worden. Durch Erdrutsche infolge des Unwetters seien zwei für die Versorgung der Metropole wichtige Flüsse verunreinigt worden, teilten die Behörden mit. In den Supermärkten stürzten sich Tausende Menschen auf die knappen Vorräte an Wasserflaschen.

Nach Angaben des zuständigen Unternehmens Aguas Andinas musste die Produktion von Trinkwasser wegen der "extremen Eintrübung" der Flüsse für mindestens 24 Stunden auf etwa ein Drittel reduziert werden. Es wurde davon ausgegangen, dass die Unterbrechungen mindestens 24 Stunden dauern würden.

Flüsse durch Erdrutsche stark verschmutzt
Die noch immer anhaltenden Unwetter hatten mehrere Erdrutsche ausgelöst. Die Flüsse Maipo und Mapocho wurden dadurch so stark verschmutzt, dass das Wasser nicht mehr für die Trinkwasserversorgung genutzt werden konnte. "Wir haben nun mehr als vier Millionen Betroffene", sagte der Gouverneur von Santiago, Claudio Orrego.

In der Hauptstadt trat ein Notfallplan in Kraft. 45 Wasserreservoirs wurden angezapft, zudem versorgten 60 Tanklaster die Bevölkerung in den betroffenen Stadtteilen mit sauberem Wasser. Derweil stürmten die Bewohner Santiagos die Supermärkte, um sich mit Wasserflaschen einzudecken. Meteorologen rechneten mit ergiebigen Regenfällen auch in den kommenden Tagen.

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