Di, 20. Februar 2018

Steiermark

04.04.2016 15:11

Empörung über Geldwäsche

Für weltweite Schlagzeilen sorgen aktuell die Panama-Enthüllungen, und auch in der Steiermark gehen die Wogen hoch. Finanzlandesrat Michael Schickhofer zeigt sich über die Vorgänge empört und verlangt eine Trockenlegung der bekannten Steueroasen Luxemburg, Niederlande und Irland.

Man werde sich natürlich auch die Fälle mit österreichischen Verbindungen genau ansehen, ließ Kanzler Werner Faymann über seine Sprecherin ausrichten – immerhin sind ja auch die Raiffeisen Bank International und die Vorarlberger Hypo auf den Panama-Listen. Die Empörung darüber, dass es sich manche Promis und Konzerne anscheinend wieder einmal gerichtet haben, ist auch in der Steiermark groß – vor allem in der Sozialdemokratie, die immer wieder vor solchen Vorgängen gewarnt hatte.

Entsprechend scharf ist die Reaktion von Parteivorsitzendem und Finanzlandesrat Michael Schickhofer: „Diese Zustände müssen sofort abgestellt werden“, fordert er, „dieses Treiben ist Gift für die soziale Marktwirtschaft!“ Finanz- und Justizminister müssten umgehend handeln, so der SP-Chef. „Die Öffentlichkeit muss wissen, wem diese Gelder gehören und welche Banken und Staaten den Betrug an der Bevölkerung ermöglicht haben.“ Es sei höchst an der Zeit, Steueroasen trockenzulegen, immerhin sei der soziale Friede in Gefahr: Die Steiermark könnte deutlich mehr in den Bereichen Spitäler, Infrastruktur und Jobs tun, wenn Geld nicht an der Finanz vorbeigeschwindelt würde.

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