Mi, 13. Dezember 2017

krone.at-Polit-Talk

16.03.2016 13:47

Strache: "Wir hatten von Beginn an recht"

Heinz-Christian Strache war am Mittwoch zu Gast im "Krone"-Newsroom und stand krone.tv-Interviewer Gerhard Koller Rede und Antwort (siehe Video oben). Der FPÖ-Chef bezog dabei Stellung zum freiheitlichen Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl, Norbert Hofer, und natürlich vor allem zu den brennenden Fragen in der Flüchtlingskrise. In diesem Zusammenhang warf er der österreichischen Regierung schwere Versäumnisse vor. Diese hätte viel früher auf die "Völkerwanderung" reagieren müssen, die FPÖ habe mit ihren Forderungen hingegen "von Beginn an recht gehabt".

Generell stellte Strache der Regierung und Bundeskanzler Werner Faymann ein schlechtes Zeugnis aus, obwohl diese mit der Einführung der Obergrenze für Flüchtlinge die Schließung der Balkanroute auslöste. Die Flüchtlingspolitik von Faymann und auch von Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel sei eine "unverantwortliche Völkerwanderungspolitik" und "völlig inakzeptabel". Dadurch seien mehr als eine Million Menschen illegal in die EU gekommen. Man hätte viel früher und entschlossener reagieren müssen. "Eigentlich müsste sich die Regierung dafür entschuldigen", forderte Strache.

Strache: "Der Platz in Liesing war voll"
Erst am Montagabend hatte der FPÖ-Chef in Wien-Liesing im Rahmen einer Kundgebung die aktuelle Flüchtlingspolitik - etwa die Errichtung großer Übergangsquartiere - harsch kritisiert. Strache geißelte vor seinen Sympathisanten die "ungeheuerliche" Asyl-Situation und verlangte Neuwahlen im Bund. Am Mittwoch äußerte sich Strache der "Krone" gegenüber erfreut über die zahlreichen Besucher: "Es waren bis zu 5000 Menschen dort, der Platz war voll." Dass die Polizei hingegen nur von rund 1000 Teilnehmern sprach, erklärte sich Strache damit, dass der Sprecher der Polizei "das falsche Parteibuch" habe.

Video: Kundgebung gegen "Asyl-Massenquartiere" in Wien

Hofer-Absage in Liesing wegen "Terminproblemen"
Ebenfalls am Montag hatte die FPÖ ihr erstes Wahlplakat der Bundespräsidentschaftskampagne für Norbert Hofer präsentiert. "Aufstehen für Österreich - Deine Heimat braucht dich jetzt", lautet der Slogan. Dass Hofer seine Teilnahme an der Kundgebung in Liesing kurzfristig abgesagt hat, habe keine tiefere Bedeutung, sondern sei schlicht daran gelegen, dass Hofer als Kandidat für die Präsidentschaftswahl "derzeit sehr viele Termine" wahrzunehmen habe.

Für die Wahl selbst gab sich Strache optimistisch: "In allen seriösen Umfragen liegt Norbert Hofer auf klarem Stichwahlkurs. Ich bin überzeugt, dass er die Stichwahl locker schaffen wird, und dann ist alles möglich" - auch der erste freiheitliche Bundespräsident, so Strache.

Video: "Aufstehen für Österreich" - mit Norbert Hofer

Seitenhieb auf Erdogan und EU-Pläne zur Bargeld-Abschaffung
In Nebensätzen ging Strache im "Krone"-Newsroom auch auf den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan und auf die EU-Pläne, das Bargeld abzuschaffen, ein. Erdogan sei ein unzuverlässiger Partner, der die EU erpresse. Die Milliarden für die Türkei wären in Griechenland und Italien besser investiert. Das Bargeld abzuschaffen sei wiederum ein "Skandal, der die Freiheit der Bürger einschränkt. Und das muss unbedingt verhindert werden."

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