Sa, 16. Dezember 2017

"Krone"-Ombudsfrau

09.03.2016 15:15

Heizungsausfall am Feiertag kostete 800 Euro

Ein Heizungsausfall just an einem Feiertag im Winter ist unangenehm. Doch des einen Leid ist des anderen Freud - werden für solche Einsätze meist diverse Aufschläge fällig. Ein Leser aus Niederösterreich sollte gleich sieben Notdienstzuschläge bezahlen, weil die Handwerker das nötige Ersatzteil nicht dabeihatten und hin und her fahren mussten...

6. Jänner, Dreikönigstag, früh am Morgen - die Heizung im Haus von Familie Z. blieb kalt. Hektisch wurde nach einem Installateur gesucht, der am Feiertag kommt. "Wir fanden eine Firma im 23. Bezirk in Wien, haben telefonisch den Thermentyp und die am Gerät angezeigte Fehlernummer angegeben", erinnert sich Herr Z. an das Gespräch. Als Kostenschätzung nannte man ihm rund 400 Euro.

Am frühen Nachmittag traf ein Mitarbeiter der Firma endlich ein. Nach zehn Minuten stand aber fest, dass er nicht helfen kann, weil er das notwendige Ersatzteil nicht dabei hatte. "Das fand ich seltsam, weil die Fehlermeldung ja bekannt war. Dennoch hat er eine halbe Stunde am Gerät weitergearbeitet", so Herr Z.

Erst am nächsten Tag, da war es im Haus schon ziemlich kalt, kam der Installateur wieder. Mitsamt einem Kollegen und dem ersehnten Ersatzteil. Doch bis die Heizung wieder repariert war, mussten die Handwerker noch einmal zwischen Firmensitz und dem Haus von Familie Z. hin und her fahren. Die Rechnung für den Einsatz machte schließlich mehr als 800 Euro aus. Zusätzlich zu Weg- und Arbeitszeit wurde siebenmal ein Notdienstzuschlag verrechnet. Für die Firma völlig zu Recht, wie sie der Ombudsfrau mitteilte. Aus Kulanz verzichtet man aber auf 125 Euro. Netto, versteht sich...

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