Di, 21. November 2017

Nordkorea etc.

08.03.2016 10:56

China warnt USA: „Explosive Lage“

China hat angesichts der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel und im Südchinesischen Meer scharfe Kritik an den USA geübt. Vor dem Hintergrund der laufenden Manöver der USA mit Südkorea und den neuen Drohungen Nordkoreas mit einem atomaren Präventivschlag warnte Außenminister Wang Yi vor der "explosiven Lage": "Wenn die Spannungen außer Kontrolle geraten, wäre es eine Katastrophe für alle Parteien."

China werde nicht untätig zusehen, wenn es zu einer "Störung der Stabilität auf der koreanischen Halbinsel" komme, sagte Wang Yi anlässlich der Tagung des Volkskongresses am Dienstag vor der Presse in Peking. Alle Seiten, vor allem die USA, sollten Aktionen vermeiden, die die Situation verschärften. Dazu rufe auch die UN-Resolution nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest auf.

Nordkorea sieht Militärübungen als Provokation
Südkorea und die USA haben am Montag mit ihren jährlichen Militärübungen begonnen. Daran nehmen mehr als 300.000 Südkoreaner und rund 17.000 US-Soldaten teil. Laut Seoul handelt es sich um die umfangreichsten gemeinsamen Manöver, die jemals stattfanden. Nordkorea sieht dies als Provokation und drohte mit einem atomaren Erstschlag.

Weiter Streit um Inseln im Südchinesischen Meer
Wang Yi nahm auch im Streit um die Inseln im Südchinesischen Meer, wo große Rohstoffvorkommen und wichtige Schifffahrtsstraßen liegen, eine harte Haltung gegenüber den USA ein. Die Inselgruppen seien "integraler Teil" chinesischen Territoriums, das jeder Chinese verteidigen müsse. Nachdem die US-Marine kürzlich direkt an Inseln vorbeigekreuzt war, um die Freiheit der Schifffahrt zu unterstreichen, sagte der Minister: "Die Freiheit der Navigation bedeutet nicht, dass die Amerikaner alles tun können, was sie wollen."

Kritik an US-Sanktionen gegen chinesische Firmen
Im Verhältnis zwischen China und den USA gebe es "sowohl Kooperation als auch Spannungen", was aber der "Normalzustand" sei, so Wang Yi. Kritik übte er auch an den Sanktionen Washingtons gegen chinesische Firmen, die aus US-Sicht wissentlich gegen Beschränkungen für die Lieferung von US-Technologie an den Iran verstoßen haben. Das sei "absolut nicht der richtige Ansatz" im Umgang mit Wirtschafts- und Handelsstreitigkeiten, sagte der Minister.

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