Mo, 20. November 2017

Neue Regeln

19.01.2016 08:55

Kompromiss im Streit um New Yorker Pferdekutschen

Im Streit um die berühmten Pferdekutschen im Central Park hat die Stadt New York einen Kompromiss verkündet. Die Zahl der Kutschpferde soll langfristig fast halbiert und ihre Arbeitszeit begrenzt werden. Zudem sollen die Tiere künftig in Ställen innerhalb des Parks unterkommen, wie der Stadtrat am späten Sonntagabend mitteilte.

In mehreren Schritten soll die Zahl der Kutschpferde von derzeit 180 auf 95 reduziert werden. Bis Oktober 2018 sollen zudem neue Ställe für 68 Kutschen und 75 Pferde innerhalb des Parks die alten Ställe an der 52. Straße ersetzen - die Pferde müssten dann nicht mehr ihren Heimweg mitten durch den Stadtverkehr antreten.

Kutschenfahrten nur noch im Park
Ab dann dürfen die Kutschen auch nur noch im Central Park fahren, und Pferde, die nicht arbeiten, sollen zur Erholung aufs Land geschickt werden. Bereits ab 1. Dezember darf eine Kutsche zudem nur noch neun Stunden pro Tag in Betrieb sein.

35.800 unterschrieben Petition
Tierschützer von der Gruppe NYClass setzen sich seit Jahren für ein Ende der traditionsreichen Kutschenfahrten durch die grüne Lunge von New York ein. Für eine Online-Petition, in der das Geschäft mit den Pferden als "grausam, unmenschlich und unfallträchtig" angeprangert wird, sammelte sie mehr als 35.800 Unterschriften. Eine Reaktion der Gruppe zu den neuen Plänen blieb zunächst aus.

Diskussionen auch um Österreichs Fiaker
Auch in Österreich wird seit Jahren hitzig über die Tierschutzrelevanz von Fiakerfahrten diskutiert. In Wien gibt es seit Jahren ein strenges Schutzpaket für die Pferde, das vielen Tierfreunden aber nicht ausreichend erscheint. So sind etwa die Veterinäre der MA 60 im Sommer täglich unterwegs und kontrollieren den Zustand der Tiere. Die MA 60 geht allen Hinweisen auf erschöpfte Tiere nach, sie können unter der Tel.: 01/4000/8060 unter Angabe der Nummerntafel (F-Nummer) der Kutsche und des Standplatzes gemeldet werden.

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