Do, 18. Jänner 2018

Wieder freigelassen

21.12.2015 19:42

Ex-Polizist fand Bombenattrappe in Air-France-Jet

Nach dem falschen Bombenalarm an Bord eines Air-France-Flugzeugs hat die französische Grenzpolizei einen Passagier vorübergehend in Gewahrsam genommen. Der Mann, laut dem Sender BFMTV ein 58-jähriger pensionierter Polizist, wurde Montagfrüh bei seiner Ankunft am Pariser Flughafen Charles de Gaulle festgenommen, ist mittlerweile aber wieder auf freiem Fuß, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Die 459 Passagiere und die Crew der Boeing 777 waren am Sonntagabend aus der kenianischen Hafenstadt Mombasa ausgeflogen worden und landeten Montagfrüh in Paris. Nach der vorläufigen Festnahme des männlichen Fluggastes am Flughafen bestätigte die Staatsanwaltschaft zunächst nur die Eröffnung einer Untersuchung gegen den Ex-Polizisten wegen Eingriffs in den Luftverkehr und Lebensgefährdung. BFMTV zufolge würden die Frau des 58-Jährigen und Besatzungsmitglieder als Zeugen vernommen.

Die Staatsanwaltschaft von Bobigny bei Paris ordnete aber noch am Montag die Freilassung des Ex-Polizisten an, wie die Behörde am Abend mitteilte. Demnach war es der 1957 geborene Polizist im Ruhestand, der die Besatzung der Boeing 777 auf den verdächtigen Gegenstand auf der Flugzeugtoilette hingewiesen hatte, der zunächst für eine Bombe gehalten wurde.

Verdächtiges Objekt auf Flugzeugtoilette entdeckt
Flug AF 463 war in der Nacht auf Sonntag auf dem Weg von Mauritius nach Paris außerplanmäßig in Kenia gelandet. Das verdächtige Objekt stellte sich nach Angaben der Fluggesellschaft als ungefährliche Attrappe aus Kartons und einer Art Küchenwecker heraus. Nach Darstellung von Air-France-Chef Frederic Gagey war der Gegenstand vor dem Abflug von Mauritius noch nicht hinter dem Spiegel der Toilette deponiert. Das Päckchen enthielt seinen Angaben zufolge keinen Sprengstoff und sei deshalb bei den Kontrollen wohl nicht zu entdecken gewesen. Trotzdem hat die Fluggesellschaft für die nächsten Flüge um zusätzliche Gepäckskontrollen auf Mauritius gebeten.

Seit den Pariser Terroranschlägen vom 13. November waren drei Air-France-Flugzeuge auf dem Weg von den USA nach Frankreich nach anonymen Drohungen umgeleitet worden.

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