Do, 24. Mai 2018

30 Kadetten verletzt

26.11.2015 15:18

USA: West Point verbietet künftig Polsterschlacht

Nach einer aus dem Ruder geratenen Polsterschlacht hat die US-Militärakademie West Point diese Tradition beendet. Das jährliche Spektakel werde verboten, berichtete am Mittwoch die Zeitung "USA Today" unter Berufung auf die Führung der rund 80 Kilometer nördlich von New York gelegenen United States Military Academy.

Bei der diesjährigen Polsterschlacht am 20. August (siehe Video oben) hatten 30 Kadetten zum Teil schwere Verletzungen erlitten. Vermutungen, dass harte Gegenstände in die Polster gestopft wurden, hätten sich aber nicht erhärtet, sagte der Leiter der Akademie, Generalleutnant Robert Caslen, dem Blatt zufolge.

Polsterschlacht soll Kameradschaft stärken
Das seit mehr als 100 Jahren praktizierte Spektakel zum Abschluss der äußerst harten Anfangswochen an der Akademie ist eigentlich dazu gedacht, die Kameradschaft unter den Neulingen zu stärken. Meist endete das Ritual an der Elite-Offiziersakademie bei New York allenfalls mit ein paar blutigen Nasen. Heuer hatte es jedoch 24 Gehirnerschütterungen, einen Beinbruch und mehrere ausgerenkte Schultern gegeben. Ein Kadett sei bewusstlos ins Krankenhaus gebracht worden, so "USA Today".

Längst nicht alle Beteiligten hätten wie vorgeschrieben einen Kopfschutz getragen, hieß es. Caslen sprach von schlechten Absprachen vor der verhängnisvollen letzten Polsterschlacht. In sozialen Medien waren Videos und Fotos von der mit aller Härte ausgefochtenen Schlacht veröffentlicht worden.

Rund 1000 Offiziersanwärter jährlich
An der West-Point-Akademie, die seit 1976 auch Frauen aufnimmt, werden jährlich etwa Tausend Offiziersanwärter ausgebildet. Das Motto der elitären Kadettenanstalt lautet "Duty, Honor, Country" (Pflicht, Ehre, Vaterland).

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