Mo, 23. Oktober 2017

Winziges Leben

16.11.2015 09:38

Baby kam 17 Wochen zu früh

Salzburg geht in der Betreung von Frühgeburten neue Wege. Der kleine Rupert kam gleich 17 Wochen zu früh, wog bei der Geburt gerade einmal 750 Gramm.

"Ich war mitten in den Hochzeitsvorbereitungen und dachte noch gar nicht an die Geburt", erzählt Sarah Bruckmoser aus Anthering über den unerwarteten Einschnitt. Eine Infektion verkürzte die Schwangerschaft dramatisch: Der kleine Rupert kam 17 Wochen zu früh. Ein Hauch von Leben, nur 750 Gramm schwer.

Die junge Mutter wurde vom Team der Neonatologie in Salzburg rund um Dozent Martin Wald und Oberärztin Erna Hattinger professionell aufgefangen. "Das Mit-eingebunden-werden in alle Entscheidungen tut gut", bedankt sich die Mutter, die in den letzten sieben Wochen viele Höhen und Tiefen erlebt hat. Mittlerweile ist Rupert schon doppelt so groß. Die Klinik hat weit herum einen exzellenten Ruf. Oberärztin Hattinger: "Es geht darum, die Gebärmutter möglichst gut zu imitieren." Wichtig ist die Bindung zur Mutter. Tägliche Kuscheleinheiten gehören schon in der Intensivphase dazu. Ernährt werden Frühchen mit Muttermilch, zu Beginn über eine Sonde, später direkt bei der Mutter.

Jedes elfte Kind kommt viel zu früh auf die Welt
In den kleinen Bettchen der Intensivstation werden pro Jahr rund 300 Winzlinge ins Leben begleitet, 500 weitere sind schon größer und bekommen auch Hilfe. Der Weltfrühchen-Tag am 17. 11. erinnert daran, dass jedes elfte Kind viel zu früh auf die Welt kommt. Dozent Martin Wald: "Mit weniger als 1500 Gramm überleben 90 Prozent."

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