So, 27. Mai 2018

Messer in Auslage

06.11.2015 06:27

Kleidergeschäft "Hitler 2" in Gaza empört Israelis

In Gaza Stadt sorgt derzeit ein Kleidergeschäft für Aufregung. Der Besitzer, ein Palästinenser, hat seinem Shop nämlich den Namen "Hitler 2" gegeben. Die Kundschaft dort sind hauptsächlich junge Männer, die Schaufensterpuppen sind mit Sturmhauben maskiert, tragen Palästinensertücher und haben Messer an die Plastikhände geklebt. Angesichts der jüngsten Welle der Gewalt in Israel ein deutliches Symbol...

"Das Geschäft heißt 'Hitler' und ich mag das, denn Hitler war die anti-jüdischste Person, die ich kenne. Ich mag die Kleidung und den Namen, das ist fantastisch", so der 20-jährige Hijaz Abu Shanab vor dem Geschäft gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die meisten Kunden sind junge Männer in seinem Alter.

Und auch ihre Motive sind erschreckend ähnlich: "Dieses Geschäft hat mich angezogen, weil es ein Symbol der Intifada im Westjordanland ist. Man bekommt hier Masken, Messer und richtig gutes Gewand zu kaufen, alles schöne Sachen", sagt der 19-jährige Wissam Ashraf, während er eine der Schaufensterpuppen mustert. Diese sind vermummt, tragen die schwarz-weißen Palästinensertücher und einige haben Messer an die Hände geklebt.

Neue Welle der Gewalt
Angesichts der jüngsten Gewaltwelle in Israel, bei der es zu zahlreichen blutigen Messerattacken kam, ist die Aufregung um das Geschäft mehr als verständlich. Doch im Gazastreifen herrscht die islamistische Hamas. Zuletzt wurde vermehrt berichtet, dass es zu einer dritten Intifada kommen könnte. Als Auslöser der Gewalt gilt ein Streit um Gebets- und Besuchsrechte auf dem Tempelberg in Jerusalem, der Muslimen und Juden heilig ist.

Aus dem Video-Archiv: Palästinenser filmt Kind - "Will Juden erstechen"

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