Mi, 13. Dezember 2017

Foto mit Botschaft

20.09.2015 13:40

US-Soldatinnen stillen ihre Babys in Uniform

"Stillgestanden" einmal anders: Die US-Fotografin und ehemalige Soldatin Tara Ruby hat sich zum Ziel gesetzt, Soldatinnen das Stillen in militärischen Einrichtungen zu erleichtern und es als etwas vollkommen Normales in einem nach wie vor von Männern dominierten Bereich darzustellen. Ihr Bild von stillenden Frauen in Uniform verbreitet sich derzeit wie ein Lauffeuer in den sozialen Netzwerken. Selbst von US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gab es ein "Gefällt mir" auf Facebook.

Sie stehen und knien in Reih und Glied, tragen Tarnuniformen und Feldschuhe. Doch statt Waffen, halten sie ihre Babys im Arm und versorgen sie mit Muttermilch. Die einfache Botschaft, die transportiert werden soll: Als Frau kannst du sowohl Kind als auch Karriere bei der US Army vereinbaren, und ein Kind zu versorgen macht dich nicht weniger professionell.

Fotografin musste sich in Kasernen beim Stillen verstecken
Ruby war von 1997 bis 2001 selbst beim Militär, genauer gesagt bei der US Airforce. Gegenüber dem Nachrichtensender CNN erinnerte sie sich vor wenigen Tagen an die Zeit, als ihr erster Sohn zur Welt gekommen war. Sie habe sich immer wieder in leeren Büros verstecken müssen, um ihrem Kind die Brust zu geben. Aus diesem Grund freut sich die Fotografin aus El Paso (US-Bundesstaat Texas), dass es auf dem dortigen Army-Stützpunkt seit Kurzem einen eigenen Stillraum mit bequemen Möbeln, einem Kühlschrank und einem Waschbecken gibt. Das erleichtere das Leben der Soldatinnen mit Babys, so Ruby.

Um den Raum noch ein wenig freundlicher zu gestalten beschloss sie kurzerhand, Fotos von stillenden Soldatinnen zu spenden. "Ich dachte, es wäre nett, diese zusätzliche Unterstützung anzubieten", erklärte Ruby gegenüber CNN. Seitens der Garnisonsleitung gab es sofort grünes Licht für das Projekt. "Ich finde es toll, dass die Armee dienende Mütter unterstützt. Manchmal gelangst du als Frau an einen Punkt, an dem du zwischen einer aktiven Soldatenkarriere und der Mutterschaft entscheiden musst. Ein Bild wie dieses hilft Müttern, damit sie nicht vor der Wahl stehen müssen", erläuterte die Fotografin ihre Botschaft.

User danken Fotografin und Models
Bereits 24 Stunden nach Veröffentlichung des Bildes wurde es über 4000 Mal im Internet geteilt, begleitet von Hunderten positiven Kommentaren. "Danke Tara, Fort Bliss, allen Beteiligten und einen außerordentlichen Dank an die Frauen und Babys", schrieb ein User. Nur einige wenige Kritiker zweifeln nach wie vor an der Professionalität stillender Soldatinnen.

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