Mi, 13. Dezember 2017

Mit Einschränkungen

10.09.2015 11:35

Dänemark: Wieder Zugverkehr mit Deutschland

Nach der Unterbrechung des Zugverkehrs von und nach Deutschland wegen des enormen Andrangs von Flüchtlingen ist der grenzüberschreitende Zugverkehr mit Dänemark am Donnerstagvormittag wieder aufgenommen werden - allerdings mit starken Einschränkungen. Die dänische Bahn rechnet damit, dass sich die Lage im Laufe des Tages wieder völlig normalisieren wird.

Von der Polizei im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein hieß es Donnerstagfrüh, dass der Bahnverkehr zwischen den beiden Ländern bereits wieder normal laufe. Den Angaben der Deutschen Bahn zufolge verkehrten allerdings lediglich dänische Pendelzüge von Flensburg aus über die Grenze ins Nachbarland. Der Bahnsprecher zeigte sich jedoch optimistisch, dass auch ICE-Züge bald wieder laut Fahrplan fahren werden.

Dänemark hatte am Mittwoch den Zugverkehr von und nach Deutschland wegen des Flüchtlingsandrangs gestoppt. In Rödby saßen in zwei Zügen rund 340 Flüchtlinge stundenlang fest. In der Nacht auf Donnerstag willigten etwa 100 von ihnen ein, in Dänemark zu bleiben und sich dort registrieren zu lassen. Die übrigen durften schließlich - von der Polizei unbehelligt - aussteigen.

Flüchtlinge bereits auf der Weiterreise
In Flensburg hielten sich in der Nacht auf Donnerstag laut Polizei etwa 120 Flüchtlinge am Bahnhof auf. Seit der Wiederaufnahme des Bahnverkehrs reisten die Menschen in verschiedene Richtungen ab. Die meisten aus Deutschland einreisenden Flüchtlinge wollen nicht in Dänemark bleiben, sondern nach Schweden weiterziehen, wo alle syrischen Flüchtlinge eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Dänemark hatte hingegen vor Kurzem seine Asylpolitik verschärft.

In Dänemark hat die Polizei am Mittwoch eine Autobahn gesperrt, nachdem Hunderte aus Deutschland kommende Flüchtlinge über die Straße weiter Richtung Norden marschiert sind. Nach Darstellung der dänischen Polizei gingen rund 300 Menschen, darunter viele Kinder, auf der Autobahn. Sie wollten nach Schweden.

Kein Sonderabkommen mit Schweden
Dänemarks Integrationsministerin Inger Stojberg hatte sich am Dienstag vergeblich um ein Sonderabkommen mit dem Nachbarland bemüht, um die Menschen dorthin weiterschicken zu können. "Die schwedische Regierung hat keine rechtliche Befugnis, eine solche Vereinbarung zu treffen", sagte ein Sprecher des schwedischen Justizministeriums am Mittwoch. Wenn sich die Flüchtlinge nicht in Dänemark registrieren lassen wollen, schickt die Polizei sie zurück nach Deutschland. Ansonsten werden sie in einer Unterkunft für Asylwerber nördlich der Hauptstadt Kopenhagen untergebracht.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden