Do, 14. Dezember 2017

3 Beamte verhaftet

07.08.2015 17:05

Schlepper "kauften" ungarische Grenzpolizisten

Ungeheurer Verdacht gegen die ungarische Grenzpolizei: Mehrere Beamte sollen von der Menschenhändler-Mafia "gekauft" worden sein - die Schlepper konnten so ungehindert Hunderte Flüchtlinge via Serbien nach Österreich schleusen. Jetzt klickten für drei mutmaßlich korrupte uniformierte Staatsdiener die Handschellen.

Aufgefallen waren die kriminellen Kollegen den Behörden unseres Nachbarlandes aufgrund der Statistik. Denn obwohl die Straße 51 im ungarisch-kroatisch-serbischen Dreiländereck an der Grenze liegt, gab es dort nie Aufgriffe von Schleppern bzw. Flüchtlingen. Das rief die ungarische Korruptionsstaatsanwaltschaft auf den Plan. Monatelang wurde gegen die schwarzen Schafe in den eigenen Reihen ermittelt.

Mit Erfolg. Schließlich hieß es Zugriff: Drei Grenzbeamte des Polizeipräsidiums Bács-Kiskun und zwei Menschenhändler wurden verhaftet. Die natürlich auch sofort suspendierten Beamten sollen über einen längeren Zeitraum die Hand bei der Schleppermafia aufgehalten und dafür weggeschaut haben.

Dadurch gelangten wohl Hunderte, wenn nicht gar Tausende Flüchtlinge ungehindert nach Österreich. Um diese Welle zu stoppen, will Ungarn ja bis Ende August einen 175 Kilometer langen Stacheldrahtzaun an der Grenze zu Serbien fertig gebaut haben.

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