Sa, 16. Dezember 2017

Angespielt

06.08.2015 22:51

"Unravel" hat völlig den Faden verloren

Spiele, die aus der Masse der Neuerscheinungen herausstechen, sind selten. "Unravel" ist so ein Spiel: Das Erstlingswerk des schwedischen Entwicklers Coldwood Interactive heimste bereits vor wenigen Wochen auf der E3 in Los Angeles zahlreiche Vorschusslorbeeren ein – warum, das konnten wir bei einem Hands-on auf der Gamescom in Köln selbst erfahren.

Spieler emotional zu berühren – dieses Ziel haben sich die Entwickler von "Unravel" gesteckt. Dafür schufen sie einen außergewöhnlichen Helden: Yarni, ein putziges Maxerl aus rotem Garn, das sich selbst entwirrt, um zwei Menschen in einer Geschichte um Liebe und Verlust wieder zusammenzuführen.

Um den roten Faden jedoch vom Anfang bis ans Ende der Geschichte spinnen zu können, muss Yarni in dem physikbasierten Puzzle-Plattformer allerlei Hindernisse überwinden – und zwar, wie könnte es anders sein, mithilfe seines Fadens. So lässt sich dieser als Brücke spannen, zu einer Art Trampolin umfunktionieren, als Liane zum Schwingen, Lasso zum Greifen weiter entfernter Objekte oder etwa als sichere Abseil- oder Kletterhilfe nutzen.

Einziger Haken: Mit jedem Schritt, den Yarni macht, wird er dünner und der zur Verfügung stehende Faden somit weniger. Wer also nicht nur Hindernisse überwinden, sondern am Ende auch noch genügend Faden haben möchte, um das Abenteuer fortzusetzen, muss seine Route exakt planen und Ausschau nach den im Spiel verteilten Wollknäueln halten, mit denen sich der Fadenvorrat auffrischen lässt.

Beim Ausschau halten kann man sich dann auch gleich an der liebevoll gestalteten Kulisse erfreuen, die von der schwedischen Heimat der Entwickler inspiriert wurde und dementsprechend mit wunderschönen grünen Landschaften aufwartet. Wer in diesen den Faden verlieren möchte, muss sich leider noch bis Anfang 2016 gedulden. Dann soll "Unravel" - bislang unser persönliches Gamescom-Highlight - für PC, Xbox One und die PS4 erscheinen.

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