Sa, 16. Dezember 2017

Tod befürchtet

05.08.2015 14:54

Beste Freitaucherin der Welt im Meer verschwunden

Natalia Molchanova gilt als die beste Freitaucherin der Welt. Insgesamt hat die 53-jährige Russin 41 Weltrekorde aufgestellt und 23 WM-Titel als Apnoe-Taucherin geholt. Seit einem Trainingstauchgang vor den Balearen am Sonntag wird Molchanova vermisst. Familie und Freunde rechnen bereits mit dem Schlimmsten. Das Video oben zeigt Molchanovas letzten Weltrekord im vergangenen Herbst: Sie schwamm mit einem einzigen Atemzug 237 Meter weit.

Es sollte einfach ein schöner Tag mit Freunden werden. Molchanova fuhr mit einem Boot ein paar Kilometer aufs Mittelmeer hinaus und wollte ein wenig tauchen gehen - wie üblich ohne Pressluftflaschen. Es sollte aber auch kein allzu anstrengender Tauchgang werden, lediglich 30 bis 40 Meter tief, hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Familie und des internationalen Apnoe-Tauchverband AIDA am Dienstag.

Suche mit Tauchrobotern brachte bisher keinen Erfolg
Plötzlich verloren ihre Freunde den Sichtkontakt zu Molchanova. Sie warteten vergeblich, die 53-Jährige tauchte nicht mehr auf. Nun war klar, dass etwas passiert sein musste. Eine sofort eingeleitete Suchaktion verlief erfolgos. Mittlerweile werden auch Tauchroboter eingesetzt, doch Molchanova ist nach wie vor spurlos verschwunden.

Freunde und Familie der Apnoe-Taucherin rechnen bereits mit dem Schlimmsten. Molchanovas Sohn Alexej, ebenfalls ein erfolgreicher Freitaucher, sagte gegenüber der "New York Times": "Es sieht so aus, als würde sie im Meer bleiben. Ich glaube, das hätte ihr aber gefallen."

Tauchverband: "Sie tat, was sie liebte"
Der Tauchverband teilte in seiner Stellungnahme zum Zwischenfall vom Sonntag mit: "Die Gründe für Natalias Verschwinden sind unbekannt, aber sie tat das, was sie liebte. Natalia hat eine Leidenschaft für das Freitauchen, die sich so tief in sie hineingebrannt hat, dass sie dem Freitauchen ihr Leben gewidmet hat." Rettungskräfte können sich folgende Erklärungen für Molchanovas Verschwinden vorstellen: eine starke Unterwasserströmung, starke Schwankungen der Wassertemperatur, plötzliche Bewusstlosigkeit oder ein Hai-Angriff.

In der Taucherszene herrscht Bestürzung. "Die Welt hat ihre größte Freitaucherin verloren", schrieb Weltrekord-Taucher Will Trubridge auf Twitter.

Die deutsche Rekordhalterin Anna von Boetticher sagte gegenüber der Fachzeitschrift "Tauchen": "Natalia ist ein unglaublicher Verlust. Für den Sport, aber vor allem für uns alle persönlich."

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden