So, 17. Dezember 2017

Kalter Empfang

03.08.2015 14:59

König Salman beendet Frankreich-Urlaub vorzeitig

Der König Saudi-Arabiens und die Franzosen dürften wohl keine Freunde mehr werden: Die Sonderwünsche des 79-jährigen Monarchen inklusive Strandsperrung während seines Urlaubs an der Cote d'Azur hatte viele Franzosen verärgert - worauf wiederum König Salman wenig erfreut reagiert haben soll. Er brach seinen Aufenthalt jedenfalls überraschend vorzeitig ab und flog stattdessen nach Tanger in Marokko.

Mit dem König ist laut französischen Behörden auch der Großteil seines etwa 1.000 Personen umfassenden Gefolges abgereist, das in den vergangenen acht Tagen Hunderte Zimmer in Luxushotels in Cannes und der Umgebung belegt hatte. Der Monarch sei nicht gerade begeistert gewesen über den kalten Empfang, den ihm die Franzosen bereiteten, war aus dem Umfeld des Königs zu hören.

Nach Angaben der saudi-arabischen Botschaft hatte Salman eigentlich bis zum 20. August an der Cote d'Azur bleiben wollen. Offiziell gibt es keine Hinweise darauf, dass der Monarch nun wegen der Proteste früher abreiste. Aus französischen Diplomatenkreisen hieß es lediglich, der König sei nach dem Ende seines Urlaubs abgereist. Er habe sich "sehr zufrieden" über seinen Aufenthalt geäußert.

Franzosen über Strandsperre verärgert
Salman war am 25. Juli in seiner riesigen Villa an der südfranzösischen Mittelmeerküste nahe Cannes angekommen. Doch schon vor seiner Ankunft hatten die Urlaubspläne des 79-Jährigen für gehörigen Unmut gesorgt. Denn für den König und sein Gefolge ließen die französischen Behörden den kleinen Mirandole-Strand sperren, der direkt unterhalb seines Anwesens liegt.

Dagegen sammelte eine Initiative im Internet mehr als 150.000 Unterschriften. Diese sollten eigentlich am Dienstag den französischen Behörden übergeben werden. Mit der Abreise des saudi-arabischen Monarchen bekommen die Anrainer nun früher als erwartet wieder Zugang zu dem unterhalb der Königsvilla gelegenen Strand. Verärgert hatten viele Bewohner auch deshalb reagiert, weil vor der Anreise des Monarchen und ohne Behördengenehmigung Bauarbeiten begonnen wurden - unter anderem ein Lift vom Anwesen zum Strand.

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