Fr, 15. Dezember 2017

Nach Tränen-Auftritt

19.07.2015 12:17

"Ich mag ehrliche Menschen wie Kanzlerin Merkel"

Ihr tränenreicher TV-Auftritt machte die 14-jährige Reem zu einer kleinen Berühmtheit und gab der hitzigen Debatte über Flüchtlinge, die derzeit in ganz Europa das Thema Nummer eins ist, ein Gesicht. Mit der deutschen "Bild Zeitung" sprach das junge Mädchen jetzt über sein trauriges Schicksal, über die Hoffnung auf ein Leben in Deutschland und die Begegnung mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel.

Mutig hatte Reem am Mittwoch bei einer von der Regierung initiierten Dialogveranstaltung im Fernsehen über die Belastungen während des Asylverfahrens gesprochen. Eigentlich hatte sie nicht vor, sich zu Wort zu melden wollen, doch es kam einfach "so aus mir raus", sagte sie nun gegenüber der "Bild".

Die Worte der Kanzlerin fand das Mädchen enttäuschend, und als Merkel meinte, dass immer wieder Leute abgeschoben werden müssten, konnte sie ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. "Das hat mich verletzt", so Reem in dem Interview. Dennoch sei sie froh, dass Merkel ehrlich war - denn sie möge ehrliche Menschen wie die Kanzlerin.

Das Rote Kreuz hatte Reem zu einem Krankenvisum - das Mädchen hatte als Kind zu wenig Sauerstoff bekommen und zudem einen schweren Autounfall - verholfen und verschaffte der Familie dadurch einen Neubeginn in Deutschland.

Positive Wende für die ganze Familie?
Reems Auftritt hat viele Menschen berührt und scheint nun auch das Schicksal der Familie zu beeinflussen. Denn der Rostocker Bürgermeister Roland Methling wurde am Freitag aktiv und kündigte an, einen etwaigen Abschiebebeschluss für die Familie vorläufig nicht vollziehen zu wollen.

"Ich möchte hier gar nicht mehr weg. Ich will nie wieder im Libanon leben", betont Reem gegenüber "Bild". Die 14-Jährige habe sich auch bestens eingelebt in Deutschland. Sie spricht akzentfrei Deutsch und habe als einzige Schülerin der Klasse einen Einser in dem Schulfach.

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